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Fairtrade-Stadt

Rheda-Wiedenbrück ist weiterhin Fairtrade-Stadt

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2010 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem baut die Kommune ihr Engagement weiter aus.

Bürgermeister Theo Mettenborg freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Rheda-Wiedenbrück. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“

2010 erhielt Rheda-Wiedenbrück als erste Stadt in OWL und im Kreis Gütersloh von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Im Rathaus wird fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt, der Bürgermeister und der Rat halten die Unterstützung des fairen Handels in einem Ratsbeschluss fest, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort.

Das Engagement in Fairtrade-Towns ist vielfältig: In Rheda-Wiedenbrück sind der fair gehandelte Ems-Kaffee, das alljährliche faire Frühstück der beiden Weltläden, der digitale faire Einkaufsführer auf der städtischen Website und das Fair Play Schulprojekt mit Fairtrade-Sportbällen nur einige Beispiele erfolgreicher Projekte in den letzten Jahren. „Wir verstehen die erneute Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für weiterführendes Engagement“, sagt Dorothee Kohlen, Umweltberaterin und Leiterin der Steuerungsgruppe.

Karl-Heinz Simon vom Eine-Welt-Laden St. Aegidius berichtete, dass sich insbesondere der Verkauf vom Emskaffee gut entwickeln würde. Alleine im ersten Halbjahr seien 800 Kilogramm verkauft worden, und das nicht nur im Umkreis von Rheda-Wiedenbrück, sondern auch weit über die Grenzen hinaus. Die Gastronomie würde zudem vermehrt fair gehandelten Kaffee anbieten. „Das macht richtig Freude, wenn man sieht welche Früchte die Arbeit bringt“, so Karl-Heinz Simon.

Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nation (Sustainable Development Goals – SDG‘s), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet die Stadt Rheda-Wiedenbrück mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag.

Rheda-Wiedenbrück ist eine von über 530 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.

 

Foto: Bürgermeister Theo Mettenborg (Mitte) gratulierte den Mitgliedern der Steuerungsgruppe (v.l.) Karl-Heinz Simon (Eine-Welt-Laden St. Aegidius),  Maria Schmidt (Kath. Kirchengemeinde St. Clemens/St. Johannes), Dorothee Kohlen und Dr. Wennemar Schweer (Weltladen Rheda).

 

 

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