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Historische Grabplatten

Historische Grabplatten neu aufgestellt

Zwei übermannshohe Grabplatten, die 1972 aus der Evangelischen Stadtkirche verschwanden, sind jetzt an ihren alten Standort zurückgekehrt. Bürgermeister Theo Mettenborg dankte dafür besonders Bildhauer Hans-Bernhard Vielstädte, der die Platten zur Verfügung stellte und auch dem Heimatverein Rheda, vertreten durch Dr. Wolfgang A. Lewe, der sich für die Rückkehr der Platten und die Erforschung ihrer Geschichte eingesetzt hatte.

Die Stadt habe 3500 Euro investiert, um die Platten zu erhalten und an ihren alten Standort zu bringen, betonte der Bürgermeister.

 

Die erste Grabplatte erinnert an die 1590 verstorbene Armgard Erich Balke, erste Ehefrau des Rhedaer Drosten Friedrich von Twickel zu Hengelo. „Sie ist nach Schloss und Stadtkirche das drittälteste Monument in Rheda,“ erläuterte Dr. Wolfgang A. Lewe.

Die zweite Grabplatte erinnert an Wilhelm Hoffmann, „gewesener Hochgräf(licher) Bentheim-Tecklenburgischer Regierungs- und Cantzleyrath“, der 1743 starb.

Die „neuen“ Gedenksteine sind an der Nordseite der Stadtkirche montiert und ergänzen die Grabplatten von Sophia Agnes Eleonore zu Bentheim-Tecklenburg († 1691), Johannes Schildius und Johannes von Bistram († 1685), die bereits seit Jahren die Außenfassade der Stadtkirche zieren.

 

Die mächtigen Sandsteinplatten hatten Jahrhunderte lang mit anderen Platten den Fußboden der Stadtkirche gebildet. Dementprechend sind ihre Bilder und Texte auch abgelaufen und nur noch schwer zu entziffern. 1972 mussten sie bei der Sanierung der Kirche durch dünnere Platten ersetzt werden, damit die Fußbodenheizung wirken konnte. Bildhauer Bernhard Vielstädte lagerte die tonnenschweren Grabplatten auf seinem Ateliergelände in Herzebrock. „Sonst wären sie weg gewesen,“ stellte sein Sohn Hans-Bernhard bei der Präsentation der Gedenksteine fest. Er gebe sie nun aber gerne zurück, denn „sie gehören nach Rheda.“

 

Bild vlnr. : Uwe Finken von der Evangelischen Versöhnungskirchengemeinde, Denkmalpfleger Klaus Landwehr, Bürgermeister Theo Mettenborg, Dr. Wolfgang A. Lewe vom Heimatverein Rheda und Bildhauer Hans-Bernhard Vielstädte konnten sich davon überzeugen, dass die Platten einen würdigen Platz an der Nordseite der Stadtkirche gefunden haben.