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Projekt „Demokratie leben!“

Projekt „Demokratie leben!“ in Rheda-Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück ist eine von 261 Kommunen, die für das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ ausgewählt wurden und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden. Ziel dabei ist es, bundesweite sogenannte „Partnerschaften für Demokratie“ aufzubauen.

Die dazugehörige Koordinierungs- und Fachstelle ist bei der Volkshochschule Reckenberg-Ems angesiedelt; seit dem 1. August 2017 hat Demokrat Ramadani die Aufgabe im Fachbereich 1 der VHS übernommen.

Demokrat Ramadani ist 27 Jahre alt, kommt gebürtig aus dem Kosovo und lebt, seitdem er fünf Jahre alt ist, in Schloß Holte-Stukenbrock. Er war dort als Jugendlicher in der Schülervertretung sowie im Jugendparlament aktiv. Nach seinem Abitur am Oberstufen-Kolleg Bielefeld hat Ramadani an der Universität Bielefeld Jura auf Staatsexamen und Politikwissenschaften auf Bachelor studiert. Zusätzlich absolvierte er eine theaterpädagogische Ausbildung bei der LAG Spiel und Theater NRW. Seitdem führt er Projekte in einer Schnittstelle aus Theaterpädagogik und Demokratiepädagogik durch. In Rheda-Wiedenbrück kümmert sich der Masterstudent bis 2019 in seiner Funktion als Koordinator um die operative Umsetzung der Demokratie-Partnerschaft. Burcu Öcaldi aus dem städtischen Fachbereich Soziales und Integration fungiert parallel als Ansprechpartnerin für das Ministerium und verantwortet die Umsetzung des Projekts, das für drei Jahre gefördert wird.

Bürgermeister Theo Mettenborg begrüßte den neuen Mitarbeiter: „Ich freue mich, dass Sie bei uns sind und für die Bürgerinnen und Bürger als Ansprechpartner für dieses wichtige Projekt zur Verfügung stehen!“ Dr. Rüdiger Krüger, Leiter der VHS, erklärt: „Mit dem Projekt ‚Demokratie leben!‘ möchten wir Migranten, Geflüchtete und Bürger zusammenbringen und gemeinsam präventiv an demokratischen Strukturen arbeiten.“

„Besonderer Fokus liegt dabei auf Kindern und Jugendlichen“, erklärt Demokrat Ramadani, „sie sollen erfahren, dass Demokratie nicht nur eine Regierungsform, sondern vor allem eine Lebenseinstellung ist.“ Im zu schaffenden Jugendforum werden die Heranwachsenden ihre Interessen und Wünsche selbst vertreten, eigene Projekte entwickeln und dabei demokratische Umgangsformen, Kulturtechniken und Werte verinnerlichen.

In einem ersten Schritt wird es eine große Demokratiekonferenz geben, zu der alle Interessierten eingeladen sind. Aus dieser Versammlung geht ein Begleitausschuss hervor, der unter anderem aus Vertretern von Politik, Verwaltung, Bürgerschaft, Verbänden, Kirchen und organisationsungebundenen Bürgerinnen und Bürgern besetzt sein soll. Dieser Ausschuss wird über die zu verwirklichenden Einzelmaßnahmen entscheiden und fungiert als strategisch handelndes, zentrales Gremium bei der Umsetzung der lokalen „Partnerschaft für Demokratie“.

Hintergrund

In den „Partnerschaften für Demokratie“ kommen die Verantwortlichen aus der kommunalen Politik und Verwaltung sowie Aktive aus der Zivilgesellschaft – aus Vereinen und Verbänden über Kirchen bis hin zu bürgerschaftlich Engagierten – zusammen. Anhand der lokalen Gegebenheiten und Problemlagen entwickeln sie gemeinsam eine auf die konkrete Situation vor Ort abgestimmte Strategie.

 

Foto: Demokrat Ramadani (vorne) kümmert sich seit 1. August um die Umsetzung des Projekts „Demokratie leben!“. Dahinter (v.l.): Burcu Öcaldi (Fachbereich Soziales und Integration), Bürgermeister Theo Mettenborg und VHS-Leiter Dr. Rüdiger Krüger.