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Brachum Kunstpreis

Brachum Kunstpreis

Der Brachum Kunstpreis ist ein Förderpreis für hochbegabte Nachwuchskünstler, den die Stadt Rheda-Wiedenbrück 2014 erstmalig vergeben hat.

AKTUELL: Fotos

Nach einer langen Planungs- und Vorbereitungsphase begann Dank der Unterstützung zahlreicher Unternehmer die Umsetzung des Kunstprojektes am 12.08.2015. Die Enthüllung fand am 25.09.2015 statt.

Am Ende dieser Seite zeigen wir Ihnen Bilder der Errichtung. Bitte scrollen Sie dafür nach ganz unten. Die komplette Fotodokumentation erreichen Sie mit einem Klick hier.

Brachum Kunstpreis

Der Brachum Kunstpreis ist ein Förderpreis für hochbegabte Nachwuchskünstler, der von der Stadt Rheda-Wiedenbrück mit Unterstützung der Regionalen Kulturstiftung vergeben wird. Er zeichnet junge, in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler im Bereich der zeitgenössischen Bildenden Kunst aus, die am Beginn ihrer Laufbahn stehen und bereits herausragende künstlerische Leistungen erbracht haben. Die Förderung soll die Preisträger in ihrer künstlerischen Weiterentwicklung unterstützen und ihr Werk in der Öffentlichkeit bekannt machen. Der Brachum Kunstpreis wird 2014 erstmalig ausgelobt und nachfolgend in einem zweijährigen Turnus vergeben.

Hintergrund

Mit der Auslobung des Brachum Kunstpreises für junge Nachwuchskünstler soll ein Beitrag zur Weiterentwicklung der künstlerischen Tradition in Rheda-Wiedenbrück geleistet werden. Seit Ende des 16. Jahrhunderts lässt sich für das Gebiet der heutigen Stadt Rheda-Wiedenbrück eine künstlerische und kunsthandwerkliche Tradition belegen. Die eigentliche Blüte der Kunst und des Kunsthandwerks begann im 19. Jahrhundert mit der sogenannten „Wiedenbrücker Schule". Diese kunsthandwerkliche Bewegung des Historismus war auf Kirchenausstattungen spezialisiert und gilt als Ursprung der Möbelmanufakturen, die heute noch zu den wichtigen und international bekannten Industriezweigen Rheda-Wiedenbrücks zählen.

Namensgeber

Der Brachum Kunstpreis ist zu Ehren des Renaissance-Baumeisters Laurenz von Brachum gestiftet worden, der die letzten Jahre seines Lebens in Rheda-Wiedenbrück verbrachte. Laurenz von Brachum gilt als Begründer der sogenannten „Lippe-Renaissance" im 16. Jahrhundert. Neben seinem Hauptwerk, dem Schloss Horst im heutigen Gelsenkirchen, errichtete er weitere Schlösser und andere Gebäude vor allem an der Lippe und im südlichen Münsterland. Mit dem Brachum Kunstpreis wird Laurenz von Brachum ein lebendiges, sich immer wieder veränderndes Denkmal gesetzt.

Thema

Die inhaltliche Ausrichtung des Preises bezieht sich auf die Tätigkeit des Namensgebers Laurenz von Brachum. Der Preis wird Künstlern im Bereich der zeitgenössischen Bildenden Kunst verliehen, die sich in ihrem Werk mit dem Thema „Architektur" auseinandersetzen. Es sind ausdrücklich alle Formen und Facetten der künstlerischen Rezeption von Architektur erwünscht. Bezüge zur Architektur sind sowohl auf ästhetischer als auch auf konzeptioneller, kunsthistorischer oder politischer Ebene möglich. Hinsichtlich der künstlerischen Techniken besteht ebenfalls keine Einschränkung.

Dotierung

Der Preis ist mit 12.500 Euro für ein Projekt im öffentlichen Raum dotiert. Die Besonderheit des Ausstellungsprojektes besteht darin, dass der Künstler für die Präsentation seiner Arbeit selbst einen Ort im öffentlichen oder halböffentlichen Raum der Stadt Rheda-Wiedenbrück wählt. Für die Realisierung und Umsetzung des Projektes gibt es keine Vorgaben: Das Aufstellen einer architektonischen Skulptur auf dem Marktplatz ist ebenso möglich wie eine ortsbezogene Intervention im Flora Westfalica Park oder in einem ortsansässigen Möbelgeschäft. Denkbar wäre auch die Platzierung von Plakaten auf Werbetafeln im Stadtzentrum oder die Konzeption einer Beilage für die regionale Tageszeitung. Die Idee besteht darin, eine zugleich unkonventionelle, individuelle und innovative Form der Werkpräsentation zu finden, die sich alle zwei Jahre mit dem jeweiligen Preisträger ändert. Begleitend zu dem temporären Ausstellungsprojekt wird ein Katalog publiziert, der das bisherige Werk des Künstlers vorstellt und das in Rheda-Wiedenbrück realisierte Projekt dokumentiert.

Formale Kriterien | Auswahlverfahren

Der Preis richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die in Deutschland leben. Da es sich um eine Nachwuchsförderung handelt, gibt es eine Altersbegrenzung von 40 Jahren. Gesucht sind junge Künstler, die bereits herausragende künstlerische Leistungen erbracht haben und deren Talent ein hohes Potenzial für eine interessante künstlerische Weiterentwicklung erkennen lässt. Hinsichtlich der künstlerischen Techniken besteht keine Einschränkung. Zugelassen sind alle Sparten: Malerei, Zeichnung, Skulptur, Interventionen, Raumkonzepte, Fotografie und Video.

Es ist keine Eigenbewerbung möglich. Das Auswahlverfahren ist zweistufig. Die Ermittlung des Preisträgers findet in enger Zusammenarbeit mit rund zehn ausgewählten Kunstvereinsleitern, Kunstkritikern und Professoren von Kunstakademien aus dem gesamten Bundesgebiet statt, die anhand der vorgegebenen Kriterien jeweils ein bis zwei Kandidaten vorschlagen. Anschließend wählt eine Jury, die aus renommierten Fachleuten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Bildenden Kunst besteht, aus den nominierten Kandidaten den Preisträger aus.

Die Nominatoren 2014

Wir danken den folgenden Kunst-Experten für die Nominierungen des Jahres 2014:

  • Prof. Olafur Eliasson, Universität der Künste, Berlin
  • Prof. Maik und Dirk Löbbert, Kunstakademie Münster
  • Ludwig Seyfarth, Freier Kunstkritiker, Autor und Kurator, Berlin 
  • Prof. Joachim Brohm, Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig 
  • Matthias Wagner K, Direktor Museum für Angewandte Kunst, Frankfurt/M. 
  • Prof. Karin Sander, ETH Zürich 
  • Prof. Bogomir Ecker, Kunstakademie Braunschweig 
  • Dr. Gregor Jansen, Direktor Kunsthalle Düsseldorf 
  • Kay von Keitz, Autor und Kurator, Köln 
  • Bettina Steinbrügge, Direktorin Kunstverein Hamburg
  • Prof. Katharina Grosse, Kunstakademie Düsseldorf

Die Nominierten 2014

Die Sitzung der Jury fand am 9. Mai 2014 im Wiedenbrücker Schule Museum statt. Nominiert waren folgende Künstlerinnen und Künstler:

  • Daniel Behrendt, Bremen
  • Frauke Dannert, Köln
  • Elise Eeraerts, Berlin
  • Kalinka Gieseler, Leipzig
  • Elín Hansdóttir, Berlin
  • Swantje Hielscher, Berlin
  • Klaus Kleine, Köln
  • Sebastian Körbs, Berlin
  • Yves Mettler, Berlin
  • Katharina Monka, Düsseldorf
  • Christian Odzuck, Düsseldorf
  • Michael Pohl, Berlin
  • David Polzin, Berlin
  • Sophia Pompéry, Berlin
  • Pascal Schwendener, Düsseldorf
  • Tillmann Terbuyken, Hamburg
  • Nico Joana Weber, Köln
  • Sinta Werner, Berlin

Die Juroren 2014

ROLAND NACHTIGÄLLER | KÜNSTLERISCHER DIREKTOR MARTA HERFORD

*1960 in Dortmund | lebt in Herford

Roland Nachtigäller studierte in Kassel Kunst, Visuelle Kommunikation, Germanistik und Medienpädagogik und wurde 1991 in das Leitungsteam der documenta 9 berufen. Er war als Kurator und Autor an zahlreichen Katalog-, Sammlungs- und Ausstellungsprojekten beteiligt. Von 2003 bis 2008 leitete Nachtigäller die Städtische Galerie Nordhorn und war dort maßgeblich auch an der Entwicklung der grenzübergreifenden Skulpturenroute „kunstwegen“/„raumsichten“ beteiligt. Seit 2009 ist er Künstlerischer Direktor des Museums Marta Herford.

 

RITA MCBRIDE | KÜNSTLERIN, REKTORIN KUNSTAKADEMIE DÜSSELDORF

*1960 in Des Moines (Iowa) | lebt in Düsseldorf

Rita McBride ist eine international gefragte Bildhauerin und Installationskünstlerin, die sich mit Architektur, Funktion und Kommunikation auseinander setzt. Sie studierte am Bard College in New York und am California Institute of Arts. Nach Aufenthalten in New York, Portugal, Madrid, Rom, Paris und Berlin wurde Rita McBride 2003 als Professorin für Bildhauerei an die Kunstakademie Düsseldorf berufen, seit dem vergangenen Jahr ist sie dort als Rektorin tätig.

 

JÜRGEN STOLLHANS | KÜNSTLER

*1962 in Rheda | lebt in Köln

Jürgen Stollhans studierte Malerei an der Kunstakademie Münster bei Norbert Tadeusz und wechselte 1986 an die Kunstakademie Düsseldorf in die Bildhauerklasse von Erich Reusch. Er nahm 2007 an der documenta 12 teil. Jürgen Stollhans war an verschiedensten Ausstellungen beteiligt u.a. in der Kunsthalle Münster, dem Museum Ludwig in Köln sowie dem Museum Marta in Herford. Der Künstler übersetzt Bruchstücke der visuellen Kultur in vielschichtige Bild-Text-Kombinationen.

 

GEORG IMDAHL | KUNSTKRITIKER, PROFESSOR FÜR KUNST UND ÖFFENTLICHKEIT

*1961 in Münster | lebt in Düsseldorf

Georg Imdahl studierte Philosophie, Neue Geschichte und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte an der Privaten Universität Witten/Herdecke bei Franco Volpi über das Frühwerk Martin Heideggers. Er hatte zahlreiche Lehraufträge für Gegenwartskunst und Kunstkritik an verschiedenen Universitäten. Seit 2011 ist Georg Imdahl Professor für Kunst und Öffentlichkeit an der Kunstakademie Münster. Er ist zudem Mitglied des Internationalen Kunstkritikerverbandes AICA.

 

ANNE-MARIE BONNET | PROFESSORIN FÜR KUNSTGESCHICHTE

*1954 in Freiburg | lebt in Köln

Anne-Marie Bonnet studierte Anglistik und Germanistik erst in Aix-en-Provence, später in Heidelberg. 1982 schloss sie ihr Studium in Kunstgeschichte, Germanistik und Romanistik mit der Promotion ab. Sie habilitierte 1993 am Institut für Kunstgeschichte der Universität München über den Akt bei Dürer. Seit 1997 hat Anne-Marie Bonnet einen Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte in Bonn. Sie ist Vorstandsmitglied verschiedener Stiftungen, Vereine und Beiräte.

 

CHRISTIANE HOFFMANN | GALERISTIN UND KUNSTHISTORIKERIN

*1968 in Rheda-Wiedenbrück | lebt in Rheda-Wiedenbrück

Christiane Hoffmann studierte Mittlere und Neuere Geschichte sowie Kunstgeschichte in Münster und Tübingen. Nach Abschluss eines Museumsvolontariats arbeitete sie als Wissenschaftlerin bei einer privat geführten Adelsverwaltung und machte sich nach der Tätigkeit einer Verlagsgeschäftsführerin mit einer Kunstagentur und Galerie, die national und international im Kunsthandel und Messegeschäft aktiv ist, selbständig. Darüber hinaus ist sie als Gastkuratorin und Wissenschaftlerin für Museen aktiv.

 

Der Preisträger 2014

Der Brachum Kunstpreis 2014 hat einen Preisträger:

Die hochkarätig besetzte Jury entschied sich nach intensiver Beratung im Wiedenbrücker Schule Museum am 09.05.2014 für den 35jährigen Künstler Christian Odzuck aus Düsseldorf.

Odzuck, gebürtig aus Halle-Neustadt, studierte an der Kunstakademie Düsseldorf als Meisterschüler bei Professorin Rita McBride und Professor Hubert Kiecol. Für seine künstlerische Arbeit erhielt er bereits mehrere Stipendien, u.a. der Kulturstiftung NRW und des Deutsch-Chinesischen Kulturaustausches für Kunst und Design. Er stellt regelmäßig aus und veröffentlichte mehrere Künstlerbücher. Seine viel gelobten Installationen, die oftmals Verbindungen zur Architektur aufweisen, spielen mit der Wahrnehmung, stellen dabei viele Fragen und wecken so besonderes Interesse. Sie fordern den Betrachter auf, über den Raum nachzudenken.

Die Preisverleihung des Brachum Kunstpreises fand am 5. Juni im Wiedenbrücker Schule Museum statt. In der Folge wird Christian Odzuck mehrfach Rheda-Wiedenbrück besuchen, um einen individuellen Zugang für sein künstlerisches Projekt zu bekommen. Die Realisierung wird im Sommer 2015 erfolgen.

Einen kurzen Film über den Künstler sehen Sie hier. Zu seiner Homepage geht es hier.

Die Unterstützer 2015

Ohne die engagierte Unterstützung zahlreicher heimischer Unternehmen wäre die Umsetzung des Projektes nicht möglich.

Unser ausgesprochener Dank gilt daher:

  • Architekturbüro Hurlbrink, Rheda-Wiedenbrück
  • Handwerksbildungszentrum Brackwede
  • Bauunternehmung Mestekemper, Rheda-Wiedenbrück
  • Happe Gruppe, Rheda-Wiedenbrück
  • Emsland Transportbeton, Gütersloh
  • Gerüstbau Effertz, Rheda-Wiedenbrück
  • Westag & Getalit AG, Rheda-Wiedenbrück
  • garten & landschaft Altenau, Rheda-Wiedenbrück
  • Peterburs Autokrane & Transporte, Rheda-Wiedenbrück
  • Börger Elektrotechnik, Rheda-Wiedenbrück
  • Malermeister Frings, Rheda-Wiedenbrück
  • Schotterwerk Westereiden, GmbH & Co. KG, Anröchte
  • Remmers Fachvertretung Papenbrock OHG, Beelen

Kontakt

Flora Westfalica GmbH
Susanne Westermann
Rathausplatz 8-10
33378 Rheda-Wiedenbrück
Telefon: 05242 9301-18
Telefax: 05242 9301-20
E-Mail: westermannflora-westfalicade

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