Sprungmarken
Dynamische Navigation ausblenden
Dynamische Navigation einblenden
Suche
Klassikquintett
Sie befinden sich hier:
Startseite
Freizeit & Kultur
Kultur
Brachum Kunstpreis
Allgemein

Der Brachum-Kunstpreis allgemein

Der Brachum Kunstpreis ist ein Förderpreis für hochbegabte Nachwuchskünstler, den die Stadt Rheda-Wiedenbrück 2014 erstmalig vergeben hat.

Brachum Kunstpreis

Der Brachum Kunstpreis ist ein Förderpreis für hochbegabte Nachwuchskünstler, der von der Stadt Rheda-Wiedenbrück mit Unterstützung der Regionalen Kulturstiftung vergeben wird. Er zeichnet junge, in Deutschland lebende Künstlerinnen und Künstler im Bereich der zeitgenössischen Bildenden Kunst aus, die am Beginn ihrer Laufbahn stehen und bereits herausragende künstlerische Leistungen erbracht haben. Die Förderung soll die Preisträger in ihrer künstlerischen Weiterentwicklung unterstützen und ihr Werk in der Öffentlichkeit bekannt machen. Der Brachum Kunstpreis wird 2014 erstmalig ausgelobt und nachfolgend in einem dreijährigen Turnus vergeben.

Fachliche Beratung: Dr. Anne Schloen, Köln

Hintergrund

Mit der Auslobung des Brachum Kunstpreises für junge Nachwuchskünstler soll ein Beitrag zur Weiterentwicklung der künstlerischen Tradition in Rheda-Wiedenbrück geleistet werden. Seit Ende des 16. Jahrhunderts lässt sich für das Gebiet der heutigen Stadt Rheda-Wiedenbrück eine künstlerische und kunsthandwerkliche Tradition belegen. Die eigentliche Blüte der Kunst und des Kunsthandwerks begann im 19. Jahrhundert mit der sogenannten „Wiedenbrücker Schule". Diese kunsthandwerkliche Bewegung des Historismus war auf Kirchenausstattungen spezialisiert und gilt als Ursprung der Möbelmanufakturen, die heute noch zu den wichtigen und international bekannten Industriezweigen Rheda-Wiedenbrücks zählen.

Namensgeber

Der Brachum Kunstpreis ist zu Ehren des Renaissance-Baumeisters Laurenz von Brachum gestiftet worden, der die letzten Jahre seines Lebens in Rheda-Wiedenbrück verbrachte. Laurenz von Brachum gilt als Begründer der sogenannten „Lippe-Renaissance" im 16. Jahrhundert. Neben seinem Hauptwerk, dem Schloss Horst im heutigen Gelsenkirchen, errichtete er weitere Schlösser und andere Gebäude vor allem an der Lippe und im südlichen Münsterland. Mit dem Brachum Kunstpreis wird Laurenz von Brachum ein lebendiges, sich immer wieder veränderndes Denkmal gesetzt.

Thema

Die inhaltliche Ausrichtung des Preises bezieht sich auf die Tätigkeit des Namensgebers Laurenz von Brachum. Der Preis wird Künstlern im Bereich der zeitgenössischen Bildenden Kunst verliehen, die sich in ihrem Werk mit dem Thema „Architektur" auseinandersetzen.

Es sind ausdrücklich alle Formen und Facetten der künstlerischen Rezeption von Architektur erwünscht. Bezüge zur Architektur sind sowohl auf ästhetischer als auch auf konzeptioneller, kunsthistorischer oder politischer Ebene möglich. Hinsichtlich der künstlerischen Techniken besteht ebenfalls keine Einschränkung.

Auswahl des Preisträgers

Der Preis richtet sich an Künstlerinnen und Künstler, die in Deutschland leben. Da es sich um eine Nachwuchsförderung handelt, gibt es eine Altersbegrenzung von 40 Jahren. Gesucht sind junge Künstler, die bereits herausragende künstlerische Leistungen erbracht haben und deren Talent ein hohes Potenzial für eine interessante künstlerische Weiterentwicklung erkennen lässt.

Es ist keine Eigenbewerbung möglich. Das Auswahlverfahren ist zweistufig. Die Ermittlung des Preisträgers findet in enger Zusammenarbeit mit 10-15 ausgewählten Kunstvereinsleitern, Kunstkritikern und Professoren von Kunstakademien aus dem gesamten Bundesgebiet statt, die anhand der vorgegebenen Kriterien jeweils 1-2 Kandidaten vorschlagen. Anschließend wählt eine Jury, die aus renommierten Fachleuten auf dem Gebiet der zeitgenössischen Bildenden Kunst / Architektur besteht, aus den 15-20 nominierten Kandidaten den Preisträger aus.

Dotierung und Umsetzung

Der Preis ist mit 12.500 Euro für ein Projekt im öffentlichen Raum dotiert. Zusätzlich unterstützt wird die Umsetzung durch weitere Sponsorengelder. Die Besonderheit des Ausstellungsprojektes besteht darin, dass der Künstler für die Präsentation seiner Arbeit selbst einen Ort im öffentlichen oder halböffentlichen Raum der Stadt Rheda-Wiedenbrück wählt.

Für die Realisierung und Umsetzung des Projektes gibt es keine Vorgaben: Eine ortsbezogene Intervention auf dem Marktplatz ist ebenso möglich wie das Aufstellen einer architektonischen Skulptur im Flora-Westfalica-Park. Die Idee besteht darin, eine zugleich unkonventionelle, individuelle und innovative Form der Werkpräsentation zu finden, die sich alle drei Jahre mit dem jeweiligen Preisträger ändert. Angestrebt ist eine Umsetzung im Jahr der Preisverleihung.