Sprungmarken
Dynamische Navigation ausblenden
Dynamische Navigation einblenden
Suche
Klassikquintett
Sie befinden sich hier:
Startseite
Freizeit & Kultur
Kultur
Kunst im Park
Skulptur "Der Knoten im Garn"

Skulptur "Der Knoten im Garn"

Im Sommer 2018 wurde im Flora-Westfalica-Park eine ausdrucksstarke Skulptur enthüllt, die der renommierte Maler, Bildhauer und Kunsthistoriker Dr. Wilfried Koch geschaffen hat. Ihr Titel lautet "Der Knoten im Garn - Spinnerfamilie in der Wiedenbrücker Senne".

Skulptur "Der Knoten im Garn"

Am 1. Juli 2018 wurde im Flora-Westfalica-Park nahe dem Seecafé eine ausdrucksstarke Skulptur enthüllt, die seither die Blicke auf sich zieht.

Ihr Titel lautet "Der Knoten im Garn - Spinnerfamilie in der Wiedenbrücker Senne". Erschaffen hat sie der renommierte Maler, Bildhauer und Kunsthistoriker Dr. Wilfried Koch.

Die Skulptur zeigt eine in Not und Elend lebende dreiköpfige Spinnerfamilie des 19. Jahrhunderts. Bernd Jostkleigrewe übernahm in enger Abstimmung mit Dr. Wilfried Koch die Erklärung und Deutung des Kunstwerkes und zitierte aus einer historischen Bestandsaufnahme des Wiedenbrücker Landrates aus dem 19. Jahrhundert: „Die Weber sind arm, so dass der Spinner oft nicht einmal Geld von demselben bekommen kann. In dem Kreise Wiedenbrück … ist der Zustand noch trauriger. Jammer, Noth und Elend ist das Loos der Hausgarnspinner dieser Gegenden. Ihre Lage zu schildern, giebt es keine Worte. Der Hungertyphus ist, wenn nicht schon vorhanden, doch unausbleiblich.“

Er deutete die Figuren von Vater, Mutter und Kind, die zwar zusammen stehen, aber dennoch jeder für sich in seiner Rolle und seinem Schicksal einsam sind und die, kreisförmig angeordnet, zur intensiven Betrachtung bei einem Rundgang um das Rondell einladen. Die Skulptur erinnert an hierzulande vergessene Not.

„Sie verweist zugleich darauf, dass wir, die wir hier und heute wohl eher auf der Sonnenseite des Lebens stehen, nicht vergessen, dass an zahlreichen Stätten unserer globalen Welt Situationen von Armut, Angst, Verzweiflung und Tod tagtäglich präsent sind und leider nicht der Vergangenheit angehören. Allein 65 Millionen Menschen sind zurzeit auf der Flucht!“ erinnert Jostkleigrewe an die Aktualität der Bronze.