Ausgewählte Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück im 2. Quartal 2009
Alarm wegen Rauchgeruch
Einsatz am St. Vinzenz-Hospital
Rauchgeruch ist am Donnerstag, 23. April 2009 gegen 21:35 Uhr im St. Vinzenz-Hospital in Wiedenbrück bemerkt worden. Sofort wurde Großalarm ausgelöst für die Löschzüge aus Wiedenbrück und Rheda. Doch es bestand keine Gefahr, wie sich herausstellte.
Offenbar hatte die Klimaanlage die geruchsintensive Außenluft angesaugt und gleichmäßig in den klimatisierten Zimmer verteilt. Eine Schwester hatte den Geruch der Pforte gemeldet, die Brandmeldeanlage hatte nicht selbsttätig ausgelöst.
70 Feuerwehrleute eilten zum Hospital. Mehr als eine halbe Stunde suchten die Feuerwehrleute nach der Ursache, konnten sie aber nicht finden. Die Keilriemen der Klimaanlage, wo kürzlich ein Motor ausgetauscht worden war, wurden vorsichtshalber überprüft. Die Feuerwehrleute stellten fest, dass nur in den Räumen, die an die Klimaanlage angeschlossen sind, der Rauchgeruch feststellbar war, so dass ein Brand ausgeschlossen werden konnte.
Stadtbrandinspektor Ulrich Strecker lobte den internen Alarmplan des Hospitals. Die wichtigsten technischen Mitarbeiter, die Pflegedienst- und auch die Krankenhausleitung seien schnell vor Ort gewesen.
Text: Die Glocke vom 25. April 2009, Andreas Eickhoff
Fahrschülerin mit Motorrad verunglückt
Schwer verletzt
Schwerste Beinverletzungen hat sich am Donnerstagvormittag, dem 30. April, eine 49-jährige Fahrschülerin aus Beckum zugezogen, als sie auf der Rentruper Straße in St. Vit die Gewalt über die BMW F650 CS verlor. Die Frau kam von der Fahrbahn ab, stürzte und blieb nur Millimeter neben einem Straßenschild liegen.
Als die Notärztin, eine erfahrene Chirurgin aus dem St. Vinzenz-Hospital Wiedenbrück, an der Unfallstelle eintraf, forderte sie sofort einen Rettungshubschrauber für den Transport der Patientin in eine Klinik an. Die Maschinen aus Bielefeld und Lünen waren bereits mit anderen Einsätzen beschäftigt, so dass "Christoph Westfalen" vom Flughafen Münster-Osnabrück (Greven) anrückte. Nachdem die Patientin an der Unfallstelle versorgt worden war, traf auch der Rettungshubschrauber ein und nach einer Übergabe an den Hubschrauberarzt wurde die 49-jährige in die Spezialklinik "Gilead I" nach Bielefeld-Bethel geflogen.
Nach ersten Ermittlungen der Polizei war der Fahrschulwagen mit dem Lehrer vorweg gefahren, als die Frau in der scharfen Rechtskurve zwischen Wieksweg und Stromberger Straße vermutlich noch einmal bremste. Sie verlor die Gewalt über die silberne BMW und der Fahrlehrer musste im Rückspiegel hilflos mit ansehen, wie seine Fahrschülerin verunglückte.
Diese sollte nächste Woche eigentlich ihre Prüfung ablegen. Die Straße wurde während der Unfallaufnahme von der Polizei gesperrt, der Schaden wird auf rd. 1.500 € geschätzt.
Text: Die Glocke vom 01. Mai 2009, Andreas Eickhoff
Seilzirkus in Brand gesetzt: Klettergerüst ist gesperrt
"Der Schaden ist immens. Es ist der größte seit Bestehen des Parks." Flora-Westfalica-Geschäftsführer Burkhard Schlüter und Gartenbau-Ingenieur Klaus Geppert stehen vor einem Bild der Zerstörung: Am Mittwoch, 19. Mai 2009 zwischen 02:00 Uhr und 02:30 Uhr ist der Seilzirkus am Reethus in Brand gesteckt worden. Ein zwei Meter hoher Bauzaun wird für die nächsten Wochen den Zugang zu dieser Attraktion versperren.
"Mutwillig und sinnlos" nennt Schlüter das, was er gestern Morgen neben der Aktionsmulde zu sehen bekommen hat: Von Hartgummiplatten, die in das Klettergerüst als Sitzgelegenheiten eingebaut waren, sind nur noch die Halteringe übrig geblieben. Die schützende Kunststoff-Ummantelung vieler Seile ist weggebrannt, der pure Stahl ist zu sehen. Rußgeschwärzt ragt der elf Meter hohe Stahlpfosten empor. Mit mehreren 10.000 Euro wird für die Reparatur gerechnet. Die Firma Corocord aus Berlin, die den Seilzirkus vor mehr als 20 Jahren zur Landesgartenschau 1988 als Maßfertigung errichtete, wird den Schaden nun prüfen. "Wenn alles gut geht", hofft Klaus Geppert, könne in vier Wochen das Riesenspielgerät wieder freigegeben werden. Angesichts der Feiertage und mitten im besten Frühling schmerzt ihn der Ausfall der Kletterattraktion besonders. Aber zum Glück habe die Flora Westfalica unter anderem mit der "Spielerei" ganz in der Nähe noch einen weiteren attraktiven Treffpunkt aufzuweisen.
Ein Teilsegment des Seilzirkus' brannte nach Angaben der Polizei in voller Ausdehnung, als die alarmierte Feuerwehr am frühen Mittwochmorgen anrückte. Die Flammen hatten die Einsatzkräfte schnell gelöscht.
Text: Die Glocke vom 21. Mai 2009
Brennendes Auto mit explosiver Ladung
Feuerwehr löscht auf A2 Wagen eines Jägers
Einen gehörigen Schrecken bekamen am Sonntag, dem 31. Mai gegen 13:44 Uhr die Feuerwehrleute des Löschzuges Rheda, als sie zu einem Pkw-Brand auf die Autobahn gerufen wurden. Als sie an der Einsatzstelle eintrafen, sagte ihnen der Fahrer, dass sich noch Gewehre und Munition im Auto befinden.
Laut Zeugen, so die Autobahnpolizei Stukenbrock, war das Feuer im Motorraum des Mitsubishi Pajero ausgebrochen. Als die Blauröcke eintrafen, brannte der Geländewagen. Unter Leitung von Löschzugführer Manfred Schöne wurde das Feuer mit einem Schaumangriff gelöscht und die explosive Ladung gesichert. Der passionierte Jäger aus Essen zeigte den Polizisten die Unterlagen, dass er sowohl die Gewehre als auch die Munition transportieren darf. Die Waffen wurden bei dem Feuer ebenso zerstört wie das Auto.
Der Verkehr auf der A2 in Fahrtrichtung Dortmund wurde kurzfristig voll gesperrt und konnte später zweispurig weiterlaufen. Es entstand ein Stau von etwa drei Kilometern Länge.

Text: Die Glocke vom 02. Juni 2009 / Bild: Andreas Eickhoff
Weitere Informationen:
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- Paulinchen e. V. - Initiative für brandverletzte Kinder
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