Ausgewählte Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Rheda-Wiedenbrück im 3. Quartal 2010
Auto fährt ungebremst auf Lkw
Ein Mann wird bei einem Unfall auf der Autobahn leicht verletzt
Glücklicherweise "nur" leicht verletzt wurde am 09.07.2010 ein britischer Pkw-Fahrer polnischer Herkunft, der auf der A2 etwa einen Kilometer hinter dem Parkplatz "Marburg" auf einen Lkw eines Müllentsorgungsunternehmens aus Porta Westfalica auffuhr. Erste Meldungen, in dem Pkw sei jemand eingeklemmt, bestätigten sich nicht.
Gegen 05:30 Uhr war der Unfall gemeldet worden, neben dem Notarzteinsatzfahrzeug und einem Rettungswagen aus Rheda-Wiedenbrück wurde ein weiterer Rettungswagen aus Oelde sowie die Löschzüge Rheda und St. Vit alarmiert. Nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stellte sich der Unfall dann als wesentlich harmloser heraus. Nach ersten Ermittlungen fuhr der 30-jährige Fahrer des blauen Seat Leon vermutlich aus Unachtsamkeit ungebremst auf den ebenfalls auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Lkw, an dessen Steuer ein 44-Jähriger Mann saß. Der Seat schleuderte anschließend um die eigene Achse und blieb auf dem mittleren Fahrstreifen stehen.
Die Polizei sperrte den rechten und mittleren Fahrstreifen, dadurch staute sich der morgendliche Berufsverkehr bis zur Anschlussstelle Herzebrock-Clarholz zurück.Der Pkw musste ebenso abgeschleppt werden wie der Auflieger des Lkw aus Porta Westfalica. Der Lkw-Fahrer sowie die Beifahrerin des Pkw blieben unverletzt, der Schaden wird auf rund 36.000 Euro geschätzt.
Blitz setzt Dachstuhl in Brand
Feuer verursacht 100.000 Euro Sachschaden
Als der Bewohner einer Doppelhaushälfte am Westring am Samstagmorgen, 17. Juli, gegen 03:00 Uhr von der Arbeit nach Hause kam, sah er vor seinem Haus ein Großaufgebot der Feuerwehr - der Blitz hatte bei ihm eingeschlagen.
Ausgerechnet in der Nacht, bevor er in den wohlverdienten Urlaub wollte, musste Rhedas Löschzugführer Manfred Schöne den Einsatz der Löschzüge Rheda und Wiedenbrück leiten. Gegen 01:30 Uhr war die Feuerwehr nach einem heftigen Knall alarmiert worden. Das schwere Gewitter, dass über die Doppelstadt hinweggezogen war, hatte seine sichtbaren Spuren hinterlassen. Während in dem primär betroffenen Haus die Frau alleine war, konnten auch die zwei Erwachsenen und zwei Kinder in der anderen Hälfte das Haus rechtzeitig und ohne Verletzungen verlassen.
Offenbar war der Blitz in die auf dem Dach montierte Satelittenanlage eingeschlagen, die augenscheinlich nicht vorschriftsmäßig geerdet war. Beim Eintreffen der Feuerwehr brannte der Dachfirst des Doppelhauses, mit Hilfe des Hub- und Löschfahrzeuges des Löschzuges Wiedenbrück und der Drehleiter aus Rheda konnte der Brand in der Dachspitze schnell gelöscht werden. Durch den Brand hatte sich unter anderem das Isoliermaterial entzündet. Der Wohnbereich wurde erhbelich beschädigt und ist bis auf Weiteres nicht mehr nutzbar. Das Ehepaar konnte bei befreundeten Nachbarn unterkommen, so dasss die hinzugerufene Mitarbeiterin des Ordnungsamtes nicht mehr tätig werden musste um die Betroffenen in einer Notunterkunft unterzubringen.
Nach 90 Minuten war der Brand gelöscht, die ersten Kräfte konnten wieder einrücken. Der Westring war für die Dauer der Löscharbeiten komplett gesperrt, der Schaden wird auf rund 100.000 Euro geschätzt.
Dachstuhlbrand in der Wiedenbrücker Altstadt
Heureste fangen an zu brennen - niemand verletzt
Als am Freitagvormittag, 23. Juli, kurz nach 10:00 Uhr ein Handwerker damit beschäftigt war, im Dachstuhl eines Fachwerkhauses an der Marienstraße mit einem Gasbrenner alte Lackreste an den Balken und Dachgiebel zu entfernen, setzte er dabei Heureste in Brand. Die Feuerwehr benötigte eineinhalb Stunden, bis auch die letzten Glutnester abgelöscht waren.
In dem mehrere hundert Jahre alten Fachwerkhaus, das momentan energetisch saniert wird, war das Heu als Isoliermaterial benutzt worden. Der Handwerker hatte zuvor sogar das Umfeld der Balken angefeuchtet und dafür extra einen Eimer Wasser bereit stehen. Unter den Dachpfannen hatte sich ein kleiner Brand entwickelt, der eine starke Qualmentwicklung bewirkte.
Die alarmierte Feuerwehr - Löschzug Wiedenbrück und hauptamtliche Kräfte - hatten den Brand unter Leitung von Stadtbrandinspektor Ulrich Strecker aber schnell unter Kontrolle. So konnte größerer Schaden verhindert werden. Ferner gelang es den Feuerwehrleuten, ein Übergreifen der Flammen auf die nahe stehenden Nebengebäude zu verhindern. Personen wurden nach Polizeiangaben durch den Brand nicht verletzt. Zur Schadenshöhe liegen noch keine Angaben vor.
Für die Zeit der Löschmaßnahmen war die Marienstraße für gut 1 ½ Stunden voll gesperrt. Zur Klärung der konkreten Brandursache übernahmen die Brandsachbearbeiter der Kriminalpolizei Gütersloh die weiteren Untersuchungen. Die Ermittlungen dauern an.

Text und Bild: Andreas Eickhoff, Neue Westfälische - 24. Juli 2010
Ehestreit endet beinahe tödlich - Frau rast gegen Baum
Ehemann rammt Luxusauto seiner Frau - Mercedes geht in Flammen auf
Ein Ehepaar aus Rheda-Wiedenbrück hat sich in der Nacht zu Dienstag, dem 03. August, eine Verfolgungsjagd geliefert, die beinahe tödlich ausging. Sie endete damit, dass der Mann den Mercedes seiner Frau rammte. Kurz bevor der Wagen in Flammen aufging, zog er sich aber heraus - und rettete damit ihr Leben.
Es ein Drama wie aus einem Film. Der 52-Jährige und seine 47-jährige Frau - ihren Fahrzeugen nach zu urteilen vermögend - hatten sich in ihrem Wohnhaus heftig gestritten. Durch die Auseinandersetzung aufgebracht, war die Ehefrau in ihren Mercedes Roadster gestiegen und auf der Varenseller Straße in Richtung Rheda-Wiedenbrück davongebraust. Der Mann, obwohl alkoholisiert, folgte ihr. Er steuerte ebenfalls einen PS-starken Wagen, einen Porsche Cayenne. "Er fuhr hinter seiner Frau her, um sie nach Hause zurückzuholen", sagte Polizeisprecher Karl-Heinz Stehrenberg der NW.
Als er sie mit dem Porsche eingeholt hatte, passierte es: Er fuhr auf das Heck des Roadsters auf. Offenbar hatte die Frau laut Polizei auf dem geraden Stück zwischen Patersweg und Neuenkirchener Landstraße stark abgebremst.
Die Folgen der Kollision waren schlimm: Der Mercedes geriet nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Dann hob er ab und flog in einem Meter Höhe gegen einen zweiten Baum, ehe er zurück auf die Straße schleuderte und quer auf der Fahrbahn liegen blieb.
Erst 50 Meter hinter dem Mercedes brachte der Ehemann den Porsche zum Stehen. Er rannte zu dem brennenden Auto und zögerte nicht lange: Obwohl der Wagen bereits Feuer gefangen hatte, zog er seine Frau aus dem Wrack heraus. Danach alarmierte er die Rettungskräfte.
Der Löschzug Lintel unter Leitung von Helmut Niemeier löschte den lichterloh brennenden Luxuswagen mit Schaum; nur unter Atemschutzgeräten konnte die Feuerwehrleute in dem dichten Rauch arbeiten. Die Straße wurde mit Strahlern ausgeleuchtet.
Um den genauen Ablauf zu rekonstruieren, machten sich zwei Sachverständige im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Bild vom Geschehen und sicherten die Unfallspuren. Die Varenseller Straße bliebt bis zum nächsten Morgen um 09:00 Uhr gesperrt.
Auch Beamte der Gütersloher Kriminalpolizei waren vor Ort. Dem Mann wurde auf richterlichen Beschluss noch in der Nacht eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde ebenso beschlagnahmt wie die beiden Autos.
Die 47-jährige Frau wurde nach der notärztlichen Behandlung ins St. Vinzenz-Hospital eingeliefert. Ihr Gesundheitszustand sei stabil, teilte die Polizei mit. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf ca. 90.000 Euro.
Auszug aus "Neue Westfälische" vom 30. August 2010
Unfall nach Disko-Besuch
52-Jähriger auf Bokeler Straße leicht verletzt
Offenbar ohne die richtige Orientierung war in der Nacht zu Sonntag, 28./29. August, ein 52-jähriger Delbrücker unterwegs. Auf der Bokeler Straße fuhr er zunächst Richtung Bokel, wendete seinen 3er-BMW und bekam dann eine Linkskurve nicht. Der Wagen schleuderte über die Straße und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum.
Der Mann wurde leicht verletzt, sein Wagen total beschädigt. Wegen eines richterlichen Beschlusses musste er eine Blutprobe entnehmen lassen, sein Führerschein wurde sichergestellt. Ein Rettungswagen brachte den Mann ins Krankenhaus, der Löschzug Batenhorst leuchtete die Unfallstelle aus und streute ausgelaufene Betriebsstoffe ab. Die Straße blieb rund eine Stunde lang gesperrt.
Lt. Polizei hatte der Mann in einer nahe gelegenen Diskothek gefeiert und wollte gegen 03:00 Uhr den Heimweg antreten. Auf der Bokeler Straße bemerkte er, dass er in der falschen Richtung unterwegs war und wendete. In der Kurve kurz vor der Röckinghausener Straße prallte er gegen die Leitplanke und schleuderte quer über die Fahrbahn und prallte mit der Beifahrerseite gegen einen Baum. Der Wagen drehte sich um die eigene Achse und blieb dann entgegen der Fahrtrichtung auf dem Grünstreifen liegen.
Auszug aus "Neue Westfälische" vom 30. August 2010





