Feuerwehrhaus und Feuer- und Rettungswache wachsen erheblich

Im Frühjahr 2012 werden voraussichtlich die Bauarbeiten für den Erweiterungsbau der städtischen Feuer- und Rettungswache am Nordring starten. Damit wird eine der größten städtischen Investitionen der letzten Jahre verwirklicht. Durch den Einsatz von rund 4,2 Millionen Euro wird das vorhandene Gebäude aus dem Jahr 1979 saniert und mit einem Neubau entlang der Franz-Knöbel-Straße um etwa 2.500 Quadratmeter Nutzfläche erweitert.
Feuerwehrerweiterung Großbildansicht
Präsentation der Erweiterungspläne vor dem Gebäude

Bis zum Sommer 2013 sollen die Bauarbeiten am Neubau abgeschlossen werden. Während der Bauzeit werden Feuerwehr und Rettungsdienst voll einsatzfähig bleiben. Nötig wurden die Erweiterung und Sanierung, weil mit dem Wachstum der Stadt auch Feuerwehr und Rettungsdienst wachsen mussten. Der Löschzug Wiedenbrück wuchs von 50 Kräften 1979 auf jetzt 75, die Zahl der hauptamtlichen Kräfte stieg von 12 auf 40. Auch die Fahrzeuge wurden größer und es kamen neue Aufgaben hinzu. Zudem änderten sich in mehr als 30 Jahren die Auflagen und Vorschriften für die Retter.
Deshalb ist eine deutliche Modernisierung der Technik nötig. Im Innern des bestehenden Gebäudes wird daher einiges umgebaut. Von außen wird sich der alte Baukörper nicht wesentlich verändern. Er wird jedoch deutlich um eine zweite Fahrzeughalle wachsen. Sie wird in der Fläche und Breite etwa verdoppelt und dehnt sich im kommenden Jahr um 39 Meter weiter nach Norden und in die Tiefe des Grundstücks. Statt bisher zehn Stellplätzen für Einsatzfahrzeuge stehen dann 20 zur Verfügung. Über der neuen Fahrzeughalle werden Aufenthalts- und Sozialräume für die hauptamtlichen Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr eingerichtet. Für diese Erweiterung musste ein Teil des benachbarten Betriebsgeländes gekauft werden. Bevor der Neubau errichtet werden kann, wird ein Wohnhaus auf dem Grundstück der Feuerwache abgerissen werden und ein Trafohäuschen umgesetzt.

2013 wird dann ein Gebäude entstanden sein, dass sowohl dem Löschzug Wiedenbrück der Freiwilligen Feuerwehr, als auch den hauptberuflichen Feuerwehrbeamten mit dem städtischen Rettungsdienst eine zweckmäßige und allen Auflagen und Sicherheitsbedürfnissen entsprechende Basis bieten wird.

Neben dem größeren Raumangebot, das sich den gewachsenen Anforderungen anpasst, gibt es auch funktionale Verbesserungen, die den Feuerwehrpraktikern in der Arbeitsgruppe wichtig waren und solche, die durch gesetzliche Auflagen unvermeidbar sind, wie die "Schwarz-Weiß-Trennung" im Bereich des Feuerwehrhauses und der Rettungswache. Dort müssen sich Einsatzkräfte nach jedem Einsatz erst im "schwarzen" Bereich reinigen. Auch ihre Kleidung muss komplett gereinigt und desinfiziert werden, bevor sie auf ihrem "weißen" Platz auf den nächsten Einsatz wartet. Das neue Gebäude wird auch für die Feuerwehrleute sicherer. Da in Zukunft Fahrzeughallen und Umkleideräume baulich getrennt sind, sinkt die Unfallgefahr im Alarmfall. Mit der Erweiterung werden die Feuerwehrleute trotzdem noch schneller: Die Wege von den Umkleideräumen zu den Fahrzeugen werden kürzer und die Hauptamtlichen können an einer Rutschstange aus dem Obergeschoß direkt in die Fahrzeughalle gelangen.
In der neuen Wache ist auch mehr Platz für getrennte Sanitär- und Umkleideräume für beide Geschlechter. Mit dem Neubau wird auch die Arbeit zwischen den Einsätzen einfacher. Viele Lager-, Werkstatt-, und Funktionsräume sind zur Zeit eng und voll. Größere Flächen vereinfachen den Zugriff auf die Ausrüstung und bieten mehr Platz für ihre sachgerechte Lagerung und Pflege.

Damit das umfangreiche Bauvorhaben allen Ansprüchen gerecht wird, sind Rat, Verwaltung und nicht zuletzt die Feuerwehrleute nach intensiven Diskussionen zu einer einvernehmlichen Entscheidung über die Neugestaltung gekommen. Alle Fraktionen kamen nach sorgfältigen Erörterungen einstimmig zu dem Baubeschluss, um den Einsatzkräften ein Gebäude mit moderner Ausstattung bereit zu stellen, in dem optimale Abläufe garantiert sind. Zugleich nahmen der Rat und das Immobilienmanagement auch ihre Budgetverantwortung wahr und suchten wo immer möglich die wirtschaftlichsten Lösungen. Mit dem nun geplanten Gebäude erhalten Feuerwehr und Rettungsdienst jetzt ein gutes und zeitgemäßes Quartier, das den Einsatzkräften hilft, weiterhin hervorragende Arbeit zu leisten. Aus Sicht von Rat und Verwaltung ist die beachtliche Millionensumme gut investiertes Geld für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Rheda-Wiedenbrück.

Zu den 4,2 Millionen Euro Baukosten kommen noch weitere kleinere Summen für die Gestaltung der neuen Umfahrung und zusätzlicher Stellplätze, für den Abbruch des Wohnhauses und die Versetzung der Trafostation sowie für die Innenausstattung des Gebäudes. Hier erhalten z. B. die Werkstätten modernes Werkzeug. Auch viele 1979 beschaffte Möbel werden ersetzt.