Gemeinsamer Unterricht jetzt auch an der Johannisschule

An der Johannisschule im Ortsteil Rheda gibt es mit Beginn des neuen Schuljahres nun "gemeinsamen Unterricht". Somit ist die Grundschule an der Fürst-Bentheim-Straße neben der Brüder-Grimm-Schule die zweite Grundschule in der Doppelstadt mit gemeinschaftlichem Unterricht für behinderte und nichtbehinderte Kinder.
Buergermeister Theo Mettenborg, Sonderpaedagogin Kristin Wolf mit einer Schultuete fuer ihren ersten Schultag, Schulleiterin Birgit Kuhlmann und Schulraetin Gitta TrachteGroßbildansicht
Bild: Freuen sich über den gemeinsamen Unterricht in der Johannisschule mit fünf Kindern, die einen sozialpädagogischen Förderbedarf haben und in den normalen Unterrichtsablauf integriert werden. v.l.n.r: Bürgermeister Theo Mettenborg, Sonderpädagogin Kristin Wolf mit einer Schultüte für ihren "ersten Schultag", Schulleiterin Birgit Kuhlmann und Schulrätin Gitta Trachte.

Kreisweit stehen damit nun zehn Grundschulen dieser Art bereit. Das Ziel der Stadt war es, der gestiegenen Nachfrage nach gemeinsamem Unterricht zu entsprechen, erläuterte Bürgermeister Theo Mettenborg. Zusammen mit Schulrätin Gitta Trachte begrüßte er persönlich die neue Kollegin im Team der Johannischule. Kristin Wolf aus Oelde ist Sonderpädagogin mit Schwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung. Sie wird sich nunmehr in einer der vier ersten Klassen, die in der Johannisschule eingeschult wurden, insbesondere um die fünf Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf kümmern. Aber auch um die anderen Mädchen und Jungen in der Klasse, denn das Miteinander ist ein wichtiger Bestandteil des "gemeinsamen Unterrichts". Das Kollegium der Johannisschule hatte sich spontan dafür ausgesprochen, eine Stützpunktschule für den gemeinsamen Unterricht zu werden. "Das hat mich als Schulleiterin sehr gefreut. Ich denke, wir werden alle davon profitieren und viel dazulernen", ist sich Birgit Kuhlmann sicher. Die Schule brachte zudem gute bauliche Voraussetzungen mit. Die Stadt hat die zusätzlich nötigen baulichen Veränderungen zügig übernommen. Mit einigen wenigen Umgestaltungen war der Platz für den "gemeinsamen Unterricht" geschaffen. Dazu gehören barrierefreie Räume, großzügig angelegte Toilettenanlagen, breite Flure und ein zusätzlicher Gruppenraum, in den sich die Kinder mit Förderbedarf, aber auch besonders starke Kinder, die gefördert werden, zurückziehen können. Das wichtigste bei der neuen Aufgabe, die auch Veränderungen im Schulleben mit sich bringt, sei die Teamarbeit und darauf legt Kuhlmann besonders großen Wert. Kristin Wolf, die bislang in einer Förderschule für emotionale und soziale Entwicklung und zuletzt für einige Zeit in der Brüder-Grimm-Schule tätig war, freut sich auf ihre neue Aufgabe. Die Kooperation mit der Wiedenbrücker Schule soll intensiv gepflegt werden, um Erfahrungen auszutauschen. Theo Mettenborg bedankte sich bei der Schulrätin, dass sie ihr Versprechen, eine Sonderpädagogin einzustellen, eingehalten hat. Ferner galt der Dank des Bürgermeisters Birgit Kuhlmann für die schnelle Zusage, diesen neuen, oft nachgefragten Weg so bereitwillig und engagiert mit zu gehen. Inklusion soll in den kommenden Jahren in Rheda-Wiedenbrück ein wichtiges Thema bleiben, gerade auch für die weiterführenden Schulen. In jedem Jahr werden dann zwischen vier und sechs weitere Kinder mit Förderbedarf eingeschult.