Treffen der Heimischen Wirtschaft: 70 Unternehmer besichtigen das Cor und interlübke Haus

Leo Lübke erläuterte die Geschichte des mit Millionenaufwand umgebauten und 2008 neu eröffneten Hauses. Er führte die Unternehmer durch das rund 3000 Quadratmeter große Gebäude, das eine großzügig gestaltete Ausstellung mit den aktuellen Produkten von COR und interlübke präsentiert und auch historische Möbelstücke der beiden Marken ausstellt. In den edel gestalteten Wohnszenen nahmen Lübkes Unternehmerkollegen gerne die Gelegenheit wahr, die Möbel auszuprobieren. Lübke führte die Funktionalitäten vor und verwies besonders auf den hohen Anteil handwerklicher Arbeit, der in den verschiedenen Produkten steckt. Das hat seinen Preis, führt aber auch zu sehr hoher Qualität und Haltbarkeit und ermöglicht die schnelle Reaktion auf individuelle Änderungswünsche. Nach der Führung durch die Wohnwelten der beiden Marken gab Lübke einen kurzen Abriss der Firmengeschichten - und damit auch der Möbelgeschichte in Ostwestfalen: "Wir befinden uns hier im 'Silicon Valley' der Möbelindustrie."
Der Bürgermeister bedankte sich bei Lübke für die informative und engagierte Führung: "Man spürt bei Ihnen die Begeisterung des Unternehmers für seine Firma und seine Produkte", lobte Mettenborg. Rheda-Wiedenbrück sei reich an spannenden und innovativen Unternehmen. Ihr wirtschaftlicher Erfolg und das Arbeitsplatzangebot bilde die Basis für ein gesundes Wachstum in Rheda-Wiedenbrück. Mettenborg sagte den Unternehmern ein offenes Ohr für ihre Belange zu.
Tanja Schrooten vom Stadtplanungsbüro Tischmann und Schrooten machte Ausführungen zum aktuellen Stand des Stadtentwicklungskonzeptes "Masterplan 2020+". Schrooten beleuchtete die Möglichkeiten städtischer Entwicklung im Hinblick auf die Profilierung der Doppelstadt und die Stärkung der Verbindungen, die Bestandsentwicklung und moderates Wachstum, die Entwicklung der Grünverbindungen und die gezielte Wirtschaftsentwicklung an der A2. Die Planerin betonte, um Synergieeffekte zu verstärken, sei die Kommunikation zwischen den Betrieben und der Stadt wichtig. Sie bot den Unternehmern ein Forum, während der Veranstaltung und im weiteren Verlauf des Prozesses ihre Ideen zum Masterplan 2020+ einzubringen. Bürgermeister Mettenborg verwies auf die vielfältigen Chancen, in Rheda-Wiedenbrück aus der Masterplanung erwachsen würden.
Im Anschluss nutze der Bürgermeister gemeinsam mit den Unternehmerinnen und Unternehmer rege die Möglichkeit zum gemeinsamen Gespräch.
Info:
Die Geschichte von interlübke beginnt mit der Gründung der Firma Gebrüder Lübke 1937, durch seinen Großvater Leo und dessen Bruder Hans. Die Marke macht sich durch ihre Spezialisierung auf Schlafzimmer und durch hohe Qualität einen guten Namen, der 1962 in interlübke geändert wird. Durch klare und minimalistische Linien wird interlübke in den 60er Jahren zum Inbegriff modernen Wohnens. COR, gemeinsam gegründet 1954 von der Familie Lübke und dem Fürstenhaus Bentheim-Tecklenburg, ergänzt die Schrank- und Schlafzimmermöbel durch hochwertige Polstermöbel, die gute Funktion und außergewöhnliches Design kombinieren. Beide Firmen eint seit 1996 die gemeinsame Führung durch Helmut Lübke, der 2006 verstarb, und seinen Sohn Leo, der heute allein verantwortlich ist. Ebenso gemeinsam ist beiden Firmen das hohe Ansehen, dass die Marken international genießen. Die klassischen Schrank- und Polstermodelle beider Marken sind seit den 50er-Jahren mit nur geringen Veränderungen im Programm. Neuheiten - wie der vielfältig variierbare Schrank "Cube" oder die opulente Sitzlandschaft "Lava" - verstärken die Bekanntheit der Marken durch den regelmäßigen Gewinn zahlreicher Design- und Industriepreise.


