Aktuelles in Rheda-Wiedenbrück

Onlinebeteiligung ISEK Wiedenbrück

Im Bauausschuss stellten die Stadtplaner aus dem Büro Pesch Partner die Plangrundlagen für das ISEK vor. Sie haben den Stadtkern genau unter die Lupe genommen um nun mit der Bürgerschaft neue Ideen für die Wiedenbrücker Altstadt zu entwickeln. Diese Analyse und Zielsetzungen sind nun Diskussionsgrundlage für die Bürgerbeteiligung und die politische Beratung. Am Ende dieses Prozesses soll 2021 ein Konzept stehen, das Ziele, Handlungsfelder und konkrete Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung der Innenstadt darstellt. Es wird ein Handlungsleitfaden für die städtischen Planungen und Voraussetzung für die Beantragung von Städtebaufördermitteln sein.

Diese wichtige Grundlage zur Stadtentwicklung soll nicht nur den Experten überlassen sein: Die Bürger sind nun gefragt, sich die bisherige Arbeit der Planer anzuschauen mit ihren eigenen Erfahrungen abzugleichen und eigene Ideen einzubringen. Corona bedingt läuft diese Beteiligung erstmal  auf digitalem Wege. Auf der Homepage der Stadt finden sich dazu Informationen, einführende Videos und ab Mittwoch eine interaktive Karte, auf der alle Interessierten ihre Ideen, Anregungen und Wünsche für den Innenstadtbereich von Wiedenbrück einbringen können. Zusätzlich wird es nach den Sommerferien geführte „Stadtspaziergänge“ geben, bei denen die Planer ihre bisherigen Ergebnisse zur Diskussion stellen und Anregungen der TeilnehmerInnen aufnehmen. Alle Informationen aus diesen Beteiligungsformaten werden in die zukünftigen Maßnahmen einbezogen. Im weiteren Planungsprozess werden weitere Beteiligungen (Bürgerwerkstatt und Bürgerforum) stattfinden.

 

Bild v. l. n. r.: Am Historischen Stadtmodell von Wiedenbrück geben Stadtplanerin Dr. Kerstin Dengler, Bürgermeister Theo Mettenborg sowie Niklas Förstemann und Felix Kutzera vom Büro Pesch Partner Architekten den Startschuss für die Bürgerbeteiligung zum ISEK Wiedenbrück.

 

Hintergrund ISEK

Das ISEK soll den Innenstadtbereich in seiner zentralen Rolle für Wirtschaft (Einkaufsstandort) und Tourismus (historische Altstadt) sowie als Ort zum Wohnen, Arbeiten und Leben zukunftssicher machen. Daher werden die zentralen Fragen der funktionalen und gestalterischen Stadtentwicklung untersucht und diskutiert. Das Rahmenkonzept ist Leitlinie für zukünftige politische Entscheidungen und städtische Planungen. Es baut auf dem 2011 verabschiedeten Integrierten Handlungskonzept (IHK) auf. Die darin enthaltenen Maßnahmen zur Aufwertung und nachhaltigen Stabilisierung der Innenstadt (z.B. Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes mit Emstreppe oder des Mühlen- und Nordwalls) wurden bereits größtenteils umgesetzt bzw. befinden sich in der Umsetzung. Ergänzend zum IHK stehen beim ISEK noch verstärkt Themen wie Klimaschutz und Barrierefreiheit in der Betrachtung.

Der Untersuchungsraum umfasst den Bereich der erweiterten Innenstadt Wiedenbrücks. Er schließt neben der historischen Altstadt auch die Bereiche südwestlich der Straße Auf der Schanze, östlich der Wasserstraße (Reckenberg) und westlich der Rektoratstraße, mit ein.

Im Vergleich zum Untersuchungsraum des IHK Wiedenbrück aus dem Jahre 2011 wurde das Gebiet vor allem um die Flächen des Ratsgymnasium inklusive des Sportplatzes, dem Kreuzungsbereich Bielefelder Straße / Varenseller Straße sowie Teile der Emsaue im Südosten, erweitert.

Die Onlinebeteiligung wird ab dem 24. Juni auf der Internetseite der Stadt unter der Rubrik Umwelt, Bauen & Verkehr – ISEK Wiedenbrück möglich sein.