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Frauke Dannert: Lichtinstallation
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Frauke Dannert: Lichtinstallation

Die Kölner Künstlerin Frauke Dannert hat 2017 den Brachum Kunstpreis gewonnen. Verbunden mit dem Preis ist ein Projekt im öffentlichen Raum. Frauke Dannert hat sich dabei für eine Lichtinstallation entschieden. Im Mittelpunkt steht das Rhedaer Rathaus.
Frauke Dannert beschäftigt sich in ihren Installationen und Collagen mit architektonischer Formensprache, indem sie (vorgefundene) reproduzierte Architekturfotografien in ihre Arbeit integriert, damit diese interpretiert, umdeutet oder künstlerisch auflöst.

Insbesondere die Architektur des Brutalismus - die Sichtbetonbauten der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts - rückte seit 2009 ins Zentrum ihres Interesses, als sie am Goldsmiths College in London studierte. In dieser Zeit wurden in der Stadtplanung einige Gebäude und Wohnkomplexe dieser formal wuchtigen Baukunst zur Disposition gestellt. Gegenstand ihrer künstlerischen Forschung war seinerzeit unter anderem der Wohnbaukomplex „Robin Hood Gardens“ (1972, abgerissen 2017–19) von Alison und Peter Smithson.

In der für Rheda-Wiedenbrück konzipierten Arbeit Frauke Dannerts widmet sie sich dem Rathausgebäude, das 1974 vom Münsteraner Architekten Harald Deilmann in vergleichbarer Betonästhetik konzipiert wurde.

Die an zwei Abenden aufgeführte Lichtinstallation der Künstlerin stellt Fragen an die einzelnen Bauelemente und Formen des Rathauses. Mit dem Medium Licht nimmt sie die Architektur scheinbar auseinander und fügt sie an anderer Stelle visuell zusammen. Licht kann einen Gegenstand und sein Material maßgeblich verändern, ihm die Schwere nehmen und es in Bewegung versetzen.
Den Papiercollagen von Frauke Dannert entsprechend wird hier die Formensprache in den realen Raum übersetzt. Form, Licht und Bewegung fragmentieren das Betongebäude, verleihen ihm eine andere Oberfläche und einen bisweilen entmaterialisierten Zustand. Mit der Lichtintervention hebt Frauke Dannert die skulpturale Qualität der Rathausarchitektur hervor.

Die installative Arbeit von Frauke Dannert erhält durch eine eigens komponierte reduktive Soundkomposition von Frederic Lindemann eine weitere Sinnebene.
Melanie Körkemeier, Rheda-Wiedenbrück, 2019

Hier finden Sie nützliche Informationen rund um die Veranstaltung

Datum
Freitag, 1. November 2019 - Samstag, 2. November 2019
Kategorie
Kunst
Veranstaltungsort
Rathausvorplatz
Beginn
jeweils 17.30 bis 22.00 Uhr
Auftakt: 1. November, 17.30 Uhr
Es sprechen Bürgermeister Theo Mettenborg und der Jury-Vorsitzende Roland Nachtigäller (Künstlerischer Direktor des Marta Herford).