Sofortprogramm
zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren

Die Stärkung der Innenstädte als multifunktionale Orte für Handel, Dienstleistungen, Wohnen, Kultur, Bildung und Freizeit ist und bleibt für die Stadtentwicklungspolitik von besonderer Bedeutung.

Der Wandel im Handel ist bereits seit längerer Zeit im Gang: Die Verlagerung von Einkäufen aus dem stationären (Einzel-)Handel in das Online-Geschäft, zunehmende Filialisierungen, die das Warenangebot in den Innenstädten und Zentren austauschbar machen, Leerstände bei Handel und Gastronomie und vieles mehr. Die Corona-Pandemie hat diesen Prozess im letzten Jahr noch zusätzlich beschleunigt.

Bei den anstehenden Veränderungen bedürfen ortsangepasste dauerhafte Nachnutzungen neuer Rahmenbedingungen. Das „Sofortprogramm Innenstadt 2020“ der Landesregierung NRW will mit neuen Angeboten an diesen Schnittstellen ansetzen. Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen stellt Landesmittel in Höhe von 70 Mio. € zur Verfügung, um von Leerstand und Schließungen in Handel und Gastronomie betroffene Städte und Gemeinden unter dem Dach der Landesinitiative „Zukunft. Innenstadt. Nordrhein-Westfalen.“ unterstützen zu können.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat sich im Oktober 2020 mit den Innenstädten Rheda und Wiedenbrück für das „Sofortprogramm Innenstadt 2020“ beworben.

Im Dezember 2020 wurden beide Förderanträge (Innenstadt Rheda und Innenstadt Wiedenbrück) in das Förderprogramm aufgenommen. Mit Zuwendungsbescheid im gleichen Monat hat die Stadt nun die Freigabe, das Sofortprogramm anzuwenden und die Fördermittel abzurufen. Die Laufzeit des Sofortprogramms beträgt drei Jahre und endet im Dezember 2023.

Behebung von Leerständen in der Innenstadt Rheda

Um dem Negativtrend in der Rhedaer Innenstadt entgegen zu wirken, soll in den nächsten Jahren aktiv an der Belebung der Innenstadt gearbeitet werden. Das im Jahr 2018 beschlossene Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) Innenstadt Rheda enthält zahlreiche Maßnahmen um die Innenstadt nachhaltig zu stabilisieren und aufzuwerten.

Das Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in NRW bietet eine zusätzliche Möglichkeit den Einzelhandel in der Innenstadt zu stärken und den Handel anzukurbeln.

Umsetzung des Sofortprogramms - Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen

Fördergegenstand ist die Anmietung von leerstehenden Ladenlokalen und Räumen in der Innenstadt und deren Weitervermietung zu einer reduzierten Miete für einen Zeitraum von bis zu zwei Jahren. Damit die Anmietung eines Ladenlokals in das Sofortprogramm aufgenommen werden kann, sind einige Voraussetzungen notwendig:

· Das Ladenlokal muss sich im Konzentrationsbereich des Förderprogramms befinden

· Der Vermieter des entsprechenden Ladenlokals verpflichtet sich, seine letzte Miete um 30 % zu reduzieren. Sollte das Ladenlokal zuvor durch den Vermieter genutzt worden sein, wird die ortsübliche Vergleichsmiete als Wert herangezogen.

· Die Miete des neuen Mieters beläuft sich auf 20 % der Altmiete bzw. der ortsüblichen Vergleichsmiete.

· Die verbleibende Differenz zwischen der Gesamtmiete und der neuen Miete des Mieters wird zu 10 % von der Stadt Rheda-Wiedenbrück und zu 90% durch Fördermittel erbracht.

· Weiterhin ist es notwendig, dass der Vermieter in ein Mietverhältnis mit der Stadt Rheda-Wiedenbrück tritt und diese einen Untermietvertrag mit dem neuen Mieter vereinbart/ schließt.

Maximal können zwei Jahre der Anmietung gefördert werden. Ziel ist es, das nach dieser Zeit der neue Mieter in ein direktes Mietverhältnis mit dem Vermieter tritt.

Interesse?

Sie besitzen ein Ladenlokal in Rheda, haben einen Mieter und möchten gerne in das Sofortprogramm aufgenommen werden? Sie möchten ein Ladenlokal in Rheda anmieten und benötigen Unterstützung?

Wir als Stadt Rheda-Wiedenbrück möchten Sie gerne bei Ihrem Vorhaben unterstützen! Auch das Stadtteilbüro gibt gerne Auskunft.

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