Klimaschutzkonzept

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück hat im Zeitraum Juni 2011 bis Oktober 2012 von der Firma Gertec Ingenieurgesellschaft, Essen, ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellen lassen.

Das Klimaschutzkonzept umfasst

  • eine fortschreibbare stadtweite CO2-Bilanz
  • die Ermittlung von Emissionsminderungspotenzialen, auf deren Basis mittelfristige Klimaschutzziele festgelegt werden können
  • eine partizipative Maßnahmenentwicklung, u. a. mit Akteursinterviews und Themenworkshops
  • ein Maßnahmenprogramm mit Zeit- und Kostenplan
  • Konzepte zur Fortschreibung und Erfolgsbilanzierung sowie zur Netzwerkbildung und Öffentlichkeitsarbeit.

Einige Ergebnisse: In Rheda-Wiedenbrück sind im Jahr 2009 insgesamt 487.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) ausgestoßen worden. Den größten Anteil daran haben mit jeweils 27 Prozent die Bereiche Mobilität sowie Handel und Dienstleistungen. Private Haushalte verursachen 23 Prozent, Land- und Forstwirtschaft plus produzierendes Gewerbe 22 Prozent. Die Stadtverwaltung selber mit ihren öffentlichen Liegenschaften verursacht nur ein Prozent. Sie hat aber eine nicht unerhebliche Vorbildfunktion in dem Bereich.

Um die ermittelten Einsparpotenziale (z. B. 26 % bei Mobilität, 19 % bei privaten Haushalten) tatsächlich auszuschöpfen, ist viel Überzeugungs- und Beratungsarbeit zu leisten. Zudem sind Netzwerke aufzubauen und Synergien zu nutzen. Empfehlenswert ist daher die Einstellung eines Klimaschutzmanagers.


Insgesamt listet das Klimaschutzkonzept 50 Maßnahmen in vier Handlungsfeldern auf, davon 32 vorgesehen für die nächsten drei Jahre, 18 vorgesehen längerfristig bis 2020. Für die einzelnen Maßnahmen sind die zu erwartenden Kosten, der Personalaufwand, die CO2-Reduktion und regionale Wertschöpfung dargestellt.

Der Rat der Stadt Rheda-Wiedenbrück hat am 29.10.12 dem vorgelegten Konzept zugestimmt.

Gefördert wurde die "Erstellung des integrierten kommunalen Klimaschutzkonzeptes" (Förderkennzeichen: 03KS1140) durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Für die Abwicklung und Durchführung des Vorhabens ist im Fördergebiet "Klimaschutzinitiative" das Forschungszentrum Jülich GmbH, Projektträger Jülich (PtJ) zuständig.