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European Energy Award

EEA: Auszeichnung durch Umweltminister

In einer Feierstunde im Gymnasium Johanneum, Schloss Lohburg, wurde jetzt die Stadt Rheda-Wiedenbrück für die erfolgreiche Teilnahme am European Energy Award (EEA) von NRW-Umweltminister Johannes Remmel ausgezeichnet. Die Stadt hatte sich im November zum dritten Mal einer Prüfung durch den TÜV Rheinland gestellt und wieder bessere Werte erzielen können.

Bei der Auszeichnung unterstrich der Minister, dass die Kommunen auf vielen Feldern für den Umwelt- und Klimaschutz tätig sein könnten. Für Rheda-Wiedenbrück wurden beispielhaft aus dem Maßnahmenbündel die Energiesparmodelle in den Schulen und die Planung einer klimafreundlichen Radverkehrsstrategie gelobt.

"Klimaschutz geht nur gemeinsam! Die EEA-Kriterien zeigen uns die Richtung. Dabei sind wir dank der hervorragenden Mit­arbeit unseres Energieteams auf einem guten Weg! Und die Bürger engagieren sich kräftig: Z. B. mit der Energiegenossenschaft Rheda-Wiedenbrück," erklärte Bürgermeister Theo Mettenborg die Motivation für die Teilnahme am EEA. Umweltberaterin Dorothee Kohlen: „Besonders freue ich mich über das Engagement in den Schulen und Kindergärten. Hier wird das Sprichwort „Früh übt sich was ein Meister werden will“ in die Tat umgesetzt.“ Kohlens Energieteam mit Alexandra Becker, Klaus Anhalt, Hans Fenkl und Katja Goldau bzw. Inga Linzel hat – unterstützt durch die externe Berate­rin Sandra Roth von der Firma Gertec – seit 2007 den Prozess EEA begleitet.

Wichtige Schritte dabei sind das 2012 gefertigte Integrierte kommunale Klimaschutzkonzept, die Bestellung des Klimaschutz­managers Hans Fenkl 2014, die Verdichtung des Radwegenetzes oder die Beheizung des Hallenbades mit Bio­gas. Verschiedene Aktionen zum Thema Altbau­sanierung in Kooperation mit dem Kreis Güters­loh – der für seine Aktivitäten mit dem EEA in Gold ausgezeichnet wurde – oder die Energieberatung mit der Verbraucher­zentrale sind weitere Bausteine. Elektro- und Gasautos sowie ein Car-Sharing-Auto und Elektro­diensträder modernisieren den städtischen Fuhrpark. „Energiesparen macht Schule“ sowie die Kindermeilen­kampagne laufen schon seit Jahren erfolgreich. 2015 startete das Konzept „Energieautarker Ortsteil Lintel“. Ende 2015 gingen zwei Windkrafträder der Energiegenossenschaft in Betrieb.

„Der European Energy Award gibt uns Handlungsoptionen und Gestaltungsmöglichkeiten auf dem Feld des Klimaschutzes“, so Dr. Georg Robra, Erster Beigeordneter und zuständig unter anderem für Umweltfragen. „In den Bereichen Interne Organisation mit 82 Prozent und Kommunikation / Kooperation mit 75 Prozent haben wir sogar Goldstatus erreicht. Die übrigen Bereiche sind geprägt durch eine solide Basis und konsequente Umsetzung der vorgegebenen Anforderungen. Mit den geplanten Maßnahmen wird sich die Bewertung weiter verbessern!“

Hintergrund: Der European Energy Award

Der EEA ist ein europaweit anerkanntes Zertifikat für die kommunalen Klimaschutzaktivitäten. Den European Energy Award erhält eine Kommune, wenn sie mindestens 50 Prozent eines vielfältigen Maßnahmenkatalogs umsetzt. Ein akkreditierter eea-Berater muss diesen Prozess begleiten. Der Maßnahmenkatalog gibt Kriterien in den Feldern Entwicklungsplanung / Raumordnung, Kommunale Gebäude und Anlagen, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, Interne Organisation sowie Kommunikation / Kooperation vor. Beim externen Audit wurden 62 Prozent erzielt, trotz strengerer Bewertungskriterien eine Verbesserung um vier Prozent gegenüber 2013.

„Der European Energy Award ist ein Prozess. Einmal auditiert müssen die Kommunen die Leistungen in regelmäßigen Abständen bestätigen. Schließlich ist der Klimaschutz eine Daueraufgabe“, betont Lothar Schneider, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW. Der European Energy Award wird durch das Land gefördert. 2016 ist ein Rekordjahr: 33 Städte, Gemeinden und Kreise aus NRW wurden ausgezeichnet, so viele wie noch nie.

 

Foto: Thomas Mohn (honorarfrei!): Im feierlichen Rahmen wurden der eea 2016 auf Schloss Loburg in Ostbevern verliehen. Vlnr.: NRW-Klimaschutzminister Johannes Remmel, Umweltberaterin Dorothee Kohlen und Erster Beigeordneter Dr. Georg Robra (Stadt Rheda-Wiedenbrück), Ursula Thering und Frank Scheffer (Kreis Gütersloh), Claudia Warnecke und Torsten Strohdiek (Stadt Paderborn) sowie Nils Krüger und Lothar Schneider (EnergieagenturNRW).