Ich danke ganz herzlich für das mit der zurückliegenden Kommunalwahl ausgesprochene Vertrauen. Ich freue mich sehr auf die nächsten Jahre und die Möglichkeit, gemeinsam weitere Ideen, schöne Projekte und viel Positives für Rheda-Wiedenbrück umzusetzen. Mit der Konstituierung unseres neuen Rates, der Ausschüsse und dem neu ergänzten Team der Ortsvorsteher haben wir wieder wertvolle und wichtige Kümmerer für die Interessen all unserer Stadtteile.
In den ersten Wochen des neuen Jahres wird unser Stadtrat den Haushaltsplan beraten und einen eigenen Fokus auf Maßnahmen und Projekte richten. Unsere Haushaltslage ist – wie in vielen Kommunen in Nordrhein-Westfalen – schwierig; dennoch bleiben wir handlungsfähig. Wir werden über Standards in Rheda-Wiedenbrück diskutieren und die Ausgestaltung unserer Aufgaben hinterfragen. Das können wir in einem guten Dialog gemeinsam umsichtig führen.
Für 2026 steht viel auf unserer Agenda: Nach den Sommerferien können die Schülerinnen und Schüler unserer Brüder-Grimm-Schule wieder in ihre Schule. Nach neuesten Standards saniert, erweitert und für bestmögliche Lernbedingungen ausgestattet: Unsere Schulen sind essenziell für die Bildung unserer Kinder. Dafür erweitern wir auch unser Einstein-Gymnasium, erneuern den Kunstrasenplatz des VfL Rheda. Den „Altbau“ unserer Osterrath-Realschule erneuern wir für 380.000 Euro. Mit dem Cook & Freeze-Projekt bieten wir an drei Grundschulen ein gesundes Mittagessen als feste Konstante im Schulalltag – unterstützt von der Bernd Tönnies Stiftung. Ein tolles und beeindruckendes Projekt.
Photovoltaik-Anlagen auf unseren städtischen Gebäuden errichten wir auf der AWO Kita Emssee, dem Lehrschwimmbecken und der Drei-Feld-Sporthalle auf dem Gelände der Moritz-Fontaine-Gesamtschule Rheda. Damit erfüllen wir unser Ziel, den Einsatz erneuerbarer Energien kontinuierlich auszuweiten. Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien halten wir unser Versprechen, schnellstmöglich energieautark zu werden.
Auch im kommenden Jahr investieren wir deutlich in unsere Infrastruktur – in unsere Straßen, Kanäle und Gebäude – wir setzen instand und stellen uns zukunftsfähig auf. Für Starkregenereignisse werden weitere Sicherungsmaßnahmen gebaut. Die Erschließung der neuen Waldsiedlung in Lintel für bis zu 90 Wohneinheiten startet im neuen Jahr.
Auch der Ausbau der Göppnerstraße, der Gehwege an der Lippstädter und der Gütersloher Straße sowie die finale Herstellung der Wenneberstraße zwischen Fürst-Bentheim- und Oelder Straße stehen im Investitionsheft. Die Breitbandverlegung und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik schließen wir 2026 ab.
Unser Aufgabenspektrum wächst von Tag zu Tag. Schon lange übernehmen wir mehr als nur originäre Verwaltungsaufgaben. Wir helfen in allen Lebenslagen. Als kleinste Instanz im Staat sind wir immer mehr der konkrete Ansprechpartner für die umfängliche Daseinsfürsorge geworden. Die Suche nach Haus- und Fachärzten begleiten wir als Rathausteam eng. Für unser Stadtzentrum Rheda bereiten wir im neuen Jahr ein Akteursforum vor. Auch die nächsten Bauabschnitte für das interkommunale Gewerbegebiet AUREA sind auf einem guten Wege.
Für die Themen der Zukunft – Klimaneutralität, Digitalisierung und eine lebendige Stadt – sind wir für Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, aktiv. Auch die Verwaltung wird digitaler: Wir starten zum 1. Januar mit dem Dokumentenmanagementsystem, der elektronische Rechnungsworkflow ist etabliert und unser Angebot im Serviceportal wird für bestmögliche Dienstleistungsangebote weiterentwickelt. Mit der Zusage des Landes Nordrhein-Westfalen zum „Bauportal“ können wir endlich in 2026 mit digitalen Baugenehmigungsverfahren starten.
Für unsere vielfältigen Aufgaben benötigen wir Finanzmittel. Mit den begrenzten Geldern die bestmöglichen – auch kreativen – Lösungen zu finden, ist Teil unseres Handelns geworden. Wir benötigen das ehrenamtliche Engagement – für unsere Bäder, in der Vereinslandschaft, im Sozialen, für die Menschen unserer Stadt. Ehrenamt trägt zu unserem gesellschaftlichen Reichtum bei!
Uns Rheda-Wiedenbrücker zeichnet eine bemerkenswerte Fähigkeit aus: Wir führen einen kritisch kontroversen Diskurs zu bedeutenden Themen. Das ist unser „Markenzeichen“ – daraus schöpfen wir die Lebendigkeit und Vielfalt unserer Stadt. Ich bin mir sicher, dass wir uns diese Eigenschaft bewahren. So schaffen wir es, gute Lösungen für kommende Herausforderungen und auch für die angespannte Finanzlage zu finden.
Für 2026 wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute und von Herzen ein glückliches neues Jahr.
Ihr
Theo Mettenborg



