Brauchtum
viele Traditionen

Bodenständig und tief verwurzelt liegt sie da: Rheda-Wiedenbrück, die Doppelstadt an der Ems. In den zwei Städten Rheda und Wiedenbrück entstanden in über 1000 Jahren Stadtgeschichte zwischen Äckern, Mooren und Flüssen vielfältige Traditionen und Gebräuche, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Bis heute werden viele von ihnen mit Herzblut und tiefer Hingabe gefeiert.

Wann immer Sie Rheda-Wiedenbrück besuchen: nahezu jedes Wochenende bietet sich Ihnen ein buntes Spektakel wie Karneval, berührende Ereignisse wie die Kreuztracht, gesellige Veranstaltungen wie die Schützenfeste oder ein besinnliches Einstimmen in die Weihnachtszeit beim Adventskrämchen oder auf dem berühmten Wiedenbrücker Christkindlmarkt.


  • Kunterbunte Heiterkeit

    Dem Attribut des sturen, emotionslosen Ostwestfalen stellen sich die Rheda-Wiedenbrücker Karnevalisten vor allem in der fünften Jahreszeit entgegen. Mit frechem Humor, fröhlichen Liedern, atemberaubenden Tanzeinlagen und dem bunten Rosenmontagsumzug machen die Jecken dem Karneval alle Ehre. Viele Rheda-Wiedenbrücker gehören einer der drei Karnevalsgesellschaften K.G. HELÜ und WCV Grüne Funken in Wiedenbrück oder dem CVR Blaue Funken in Rheda an.      

    Jeder dieser Vereine begeht die Karnevalszeit ab dem 11.11. jeden Jahres auf seine eigene Art und Weise mit Prunksitzungen und Besuchen bei befreundeten Vereinen in der Region. Über den Winter hinweg treffen sich die Mitglieder zum Wagenbau, um die Motivwagen für den Rosenmontagsumzug und das Programm der Faschingstage zu gestalten.

    Fünf Tage von Narren regiert

    Zwischen Weiberfastnacht und Rosenmontag fällt die Regentschaft der Stadt Rheda-Wiedenbrück in die Hände der Jecken. Sie übernehmen an Weiberfastnacht das Rathaus vom amtierenden Bürgermeister.                               

    Karnevalsumzug am Rosenmontag

    Organisiert durch das Rosenmontagskommitee findet jährlich am Rosenmontag der Straßenkarneval in Rheda-Wiedenbrück statt. Der „närrische Lindwurm“, bestehend aus Kostümierten, Themenwagen und Musikkappellen, zieht dann laut und fröhlich von Rheda nach Wiedenbrück.

  • Kirchenfeste in Rheda-Wiedenbrück

    In Glauben und Ehrfurcht – Kirchenfeste in Rheda-Wiedenbrück

    Was die beiden Städte Rheda und Wiedenbrück noch bis vor wenigen Jahrzehnten örtlich und mental trennte, ist heute ein Sinnbild der Freundschaft und Toleranz: der evangelische und katholische Glaube. Mit der Zusammenführung der beiden Städte, moderner Religionsausübung und dem steten Zuzug willkommener Neubürger aus aller Welt verschwimmen nach und nach die örtlichen Grenzen und öffnen neue Wege.

    Prozessionen

    Vor allem in den katholisch geprägten Stadt- und Ortsteilen stellen Prozessionen einen Teil der christlichen Gebräuche dar. Darunter die Prozessionen an Christi Himmelfahrt oder zu Fronleichnam. Nach alter Sitte nehmen daran, gekleidet in schwarzem Anzug und schwarzem Hut, die männlichen Mitglieder der vier „Ämter“ (auch: Zünfte), unterteilt in das Krameramt, das Lederamt, das Schreineramt und das Schmiedeamt, teil.

    Besonders zu erwähnen ist hier die Kreuztracht des Wiedenbrücker Franziskanerklosters, die seit dem 17. Jahrhundert am Karfreitag begangen wird. Auch der Besuch der Sternsinger am Dreikönigstag (6. Januar) mit der Segnung des Hauses (C+M+B) gehört zu den katholischen Bräuchen. Als Dank für diesen Segen geben die Bewohner den jugendlichen Sternsingern eine Spende. Auch wenn Sie nicht der katholischen Kirche angehören dürfen Sie mit Ihrer Spende die sozialen Projekte der Kirche unterstützen.

    Laternenumzug am Martinstag

    Aus dem katholischen Glauben stammend wird am Martinstag zum 11. November in allen Teilen der Stadt der Martinstag gefeiert. Traditionell nehmen mehrere Hundert Kinder am ersten Samstag im November am Laternenumzug in Rheda teil. Eingeleitet wird dieser mit der Vorführung der Legende um den Heiligen Martin, der seinen Mantel mit einem frierenden Bettler teilte. Am Abend des Martinstages ziehen dann überall die Kinder mit Laternen und Liedern von Haus zu Haus. Dafür bekommen sie von den Bewohnern Süßigkeiten oder kleine Geschenke.

    Osterfeuer

    Bereits aus der vorchristlichen Zeit wurde im Frühjahr die Sonne als Sieger über den Winter begrüßt. Später wurde die Bedeutung dieser Feuer in das Christentum übertragen und auch in Deutschland als Osterfeuer eingeführt. Am Ostersonntag laden vielerorts Osterfeuer zum geselligen Beisammensein ein. Wo diese Feuer in Rheda-Wiedenbrück entfacht werden, darüber informieren die lokalen Medien und unser Veranstaltungskalender. In der Nacht zu Ostern wird seit Mitte des 19. Jahrhunderts das Osternachtssingen an vielen Stationen in Wiedenbrück zelebriert.

  • Urwestfälisches Kulturgut – Schützenfeste

    Das Schützenwesen in Deutschland wurde 2015 von der UNESCO-Kommission zum Immateriellen Kulturerbe ernannt. Auch bei uns in Rheda-Wiedenbrück trägt es zur lokalen Identität bei. Fast jeder Stadt- und Ortsteil besitzt seinen eigenen Schützenverein. Er ist Ankerpunkt vieler gemeinsamer Aktivitäten und Veranstaltungen.

    Vier traditionsreiche Schützenvereine , nämlich der Schützenverein zu Rheda (1833), der St. Sebastian Bürgerschützenverein Wiedenbrück (1492), die „Bauernschützen“ – Schützenverein der Landgemeinde Rheda (1887) sowie die St. Hubertus Schützenbruderschaft Batenhorst (1848) bieten die Möglichkeit, sich sportlich und gesellig ganzjährig im Schützenleben einzubringen.

    Schützenfest und Vogelschießen

    Am bekanntesten sind die Schützenfeste, zu denen die Vereine im Sommer einladen. Am zweiten Juni-Wochenende (Schützenverein Rheda), am dritten Juli-Wochenende (St. Hubertus), am ersten August-Wochenende (St. Sebastian) und am dritten August-Wochenende (Bauernschützen) zelebrieren die Schützenbrüder und Schützenschwestern nach alter Sitte das Königsschießen. Unter den Schützen wird in einem Wettschießen auf einen hölzernen Adler der Beste als König auserkoren. Jeder Verein verfügt über seine eigenen Majestäten und den zugehörigen Hofstaat. 

    Aktuelle Schützenfest-Termine finden Sie auf den Webseiten der Vereine und im Veranstaltungskalender. 

    Tipp: Besuchen Sie doch auch einmal eines der Feuerwehrfeste der Löschzüge St. Vit oder Lintel. Beide bieten sich für eine schöne Fahrradtour ins Grüne an. 

  • Rummel und Bummel - Kirmes in RHWD

    Natürlich hat Rheda-Wiedenbrück auch für Shopping-Fans und Kirmes-Freunde viel zu bieten. An den Kirmes-Wochenenden zur Herbstkirmes in Wiedenbrück und der Andreaskirmes in Rheda nehmen viele Geschäfte an den verkaufsoffenen Sonntagen teil. Während der Krimi-Nacht gilt es in Rheda spannende Kriminalfälle zu lösen und nebenher bis in den späten Abend hinein zu shoppen. Ein Spaß für die ganze Familie! Spezielles Highlight für alle Nähbegeisterten ist im Herbst der Deutsch-Holländische Stoffmarkt. Darüber hinaus laden die Wochenmärkte zum umweltfreundlichen Kaufen lokaler und regionaler Erzeugnisse ein.

  • Schlemmen und genießen – Kulinarische Highlights

    Mit allen Sinnen genießen? Das geht in Rheda-Wiedenbrück natürlich das ganze Jahr über – doch hin und wieder tischt unsere Stadt an der Ems ganz besondere Leckerbissen auf, darunter das Streetfood-Festival „Cheat Day“, den Weinmarkt oder den Gourmetmarkt „Schlemmen am Schloss“

    Unser Web-Tipp: Die Initiative „Rheda erleben“ entwickelt immer wieder tolle neue Angebote! Reinschauen lohnt sich auf www.rheda-erleben.de

  • Musik und Gesellschaft – Kultur in jeder Richtung 

    Gesellschaftlich und kulturell hat Rheda-Wiedenbrück viel zu bieten, darunter klassische Konzerte im Schloss, das Internationale Kulturfest, das Frühlingsfest „Rheda erblüht“, das Jazzfestival oder das atemberaubende musikalische Großfeuerwerk „Feuer und Flamme“ auf dem Gelände der Flora Westfalica.

  • Wunderschöne Weihnachtszeit

    Besinnlich, friedlich und romantisch – so zeigt sich Rheda-Wiedenbrück zum Jahresende. Die heimeligen historischen Stadtkerne bieten eine perfekte Kulisse, um das Jahr gemütlich bei Glühwein, gebrannten Mandeln und handgemachter Weihnachtsmusik ausklingen zu lassen. Eine alte Tradition ist das Adventssingen am vierten Advent, wenn sich die evangelischen Rhedaer Männer am frühen Morgen zum Singen treffen. Ein ganz besonderes Erlebnis zum Jahreswechsel ist die katholische Mitternachtsmesse im Franziskaner-Kloster Wiedenbrück.

    Christkindlmarkt Wiedenbrück

    Wer durch die einladenden Stadtportale den Christkindlmarkt Wiedenbrück betritt, taucht ein in eine vorweihnachtliche Welt. Kleine Buden mit Kunsthandwerk und vielfältigen Leckereien kuscheln sich auf dem historischen Marktplatz aneinander. Die festlich dekorierten Gassen führen den Besucher vorbei an allen Ständen und Attraktionen wie der großen Weihnachtsorgel, dem prächtigen Kinder-Karussell, der Weihnachtspyramide und dem riesigen Weihnachtsbaum. Mehr als vier Wochen lang lockt die einzigartige Atmosphäre und das abwechslungsreiche Programm Einheimische und Besucher auf den Wiedenbrücker Marktplatz. Der Markt schließt am Abend traditionell mit den Turmbläsern vom Turm der St. Aegidius-Kirche. Unser Christkindlmarkt gehört deshalb nicht nur für uns zu den schönsten Weihnachtsmärkten in ganz Deutschland.

    Parkplätze, auch mit Ladestation, finden Sie fußläufig oder Sie nutzen den öffentlichen Nahverkehr (Haltestelle: Ratskeller).    

    Unser Tipp: Auch Erwachsene können auf dem alten Kinder-Karussell mitfahren. Viel Spaß!

    Adventskrämchen

    Klein, kuschlig und sehr familiär empfängt das Adventskrämchen seine Besucher immer vom ersten Mittwoch im Dezember bis zum folgenden Sonntag. Der stimmungsvolle Adventsmarkt rund um die evangelische Stadtkirche wartet mit rund zwei Dutzend Marktbuden und Verkaufsständen von Einzelhändlern, Vereinen, Gruppen und engagierten Bürgern auf. Während des gesamten Adventskrämchens ist die Kirche zur Andacht und Besinnung geöffnet. Der besondere und gesellige Höhepunkt des Adventskrämchens findet jeden Abend um 21 Uhr statt: Aussteller und Besucher schließen das Adventskrämchen gemeinsam singend ab. 

    Parkplätze, auch mit Ladestation, finden Sie fußläufig oder Sie nutzen den öffentlichen Nahverkehr.