Klimafolgenanpassung

Klimafolgenanpassung – was ist das eigentlich?

Neben dem Klimaschutz, der sich hauptsächlich damit beschäftigt, die Emissionen von Treibhausgasen zu vermeiden, ist auch die Klimafolgenanpassung ein zentrales Thema.

Durch die bisher ausgestoßenen Treibhausgasemissionen, die bereits heute zu einem globalen Temperaturanstieg von etwa 1,4 °C geführt haben (Umweltbundesamt, 2026), sind einige Folgen des Klimawandels schon unvermeidbar geworden.

Die letzten zehn Jahre haben jeweils bestehende Hitzerekorde geschlagen und waren die wärmsten Jahre seit dem Messbeginn im Jahr 1881 (Umweltbundesamt, 2026). Neben der zunehmenden Hitze häufen sich jedoch auch Extremwetterereignisse wie Starkregen, die zu Überschwemmungen und Schäden führen können  (DWD, 2025). Ereignisse, wie das Weihnachtshochwasser im Jahr 2023 könnten sich dadurch zukünftig stärker häufen.

Das Ziel von Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung ist sich auf derartige Ereignisse vorzubereiten und die Auswirkungen des Klimawandels möglichst gering zu halten. Dazu gehört beispielsweise, neue Versickerungsflächen zu schaffen, schattige Aufenthaltsbereiche zu gestalten oder Gebäude und Infrastrukturen an die zunehmende Hitze und die häufiger auftretenden Extremwetterereignisse anzupassen.

Was macht die Stadt Rheda-Wiedenbrück ?

Um den vielfältigen Folgen des Klimawandels angemessen zu begegnen, erstellt die Stadt Rheda-Wiedenbrück ein Klimafolgenanpassungskonzept. Dieses soll die Betroffenheiten der Stadt systematisch erfassen und einen entsprechenden Maßnahmenfahrplan formulieren. Die Maßnahmen adressieren die identifizierten Betroffenheiten der Stadt und sollen einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, um eine wirkungsvolle Klimaanpassung zu ermöglichen.

  • 1. Bestandsaufnahme

    Hier werden die bisherigen und zukünftigen klimatischen Bedingungen sowie deren Veränderungen erfasst.

  • 2. Betroffenheitsanalyse

    In diesem Arbeitspaket werden die konkreten Auswirkungen der Klimaänderungen auf die Stadt Rheda-Wiedenbrück erfasst. Die Analyse teilt sich in verschiedene Handlungsfelder auf.

  • 3. Hotspot-Analyse

    Hier wird ein räumlich genauerer Blick in die Betroffenheiten der Stadt geworfen und es werden Hotspots identifiziert, die in der Maßnahmenumsetzung möglichst zuerst behoben werden sollten.

  • 4. Gesamtstrategie

    An dieser Stelle werden auf Grundlage der Analysen Ziele formuliert, die durch die Umsetzung des Klimafolgenanpassungskonzeptes erreicht werden sollen.

  • 5. Maßnahmenkatalog

    Der Maßnahmenkatalog schreibt die Maßnahmen fest, die im Rahmen des Konzeptes umgesetzt werden sollen. Dabei teilt sich der Katalog nach den gleichen Handlungsfeldern auf, in denen zuvor auch durch die Betroffenheitsanalyse bereits Untersuchungen durchgeführt wurden.

  • 6. Controlling, Verstetigung, Beteiligung

    Diese Kapitel schreiben Instrumente der Umsetzungsbegleitung fest und sollen dafür sorgen, dass die Maßnahmen zum einen erfolgreich umgesetzt werden und zum anderen auch die Ziele erreichen, die zuvor festgeschrieben worden sind. 

Und wieso betrifft mich das?

Da der Klimawandel Auswirkungen auf beinahe alle unsere Lebensbereiche hat, ist auch die Anpassung an dessen Folgen eine Querschnittsaufgabe, die viele verschiedene Bereiche betrifft.

Ob beim Wohnen, Arbeiten, in der Freizeit oder unterwegs in der Stadt – die Folgen des Klimawandels können uns alle betreffen. Besonders spürbar wird dies beispielsweise an heißen Tagen, wenn sich Straßen und Gebäude stark aufheizen, oder bei Starkregenereignissen, wenn große Mengen Wasser innerhalb kurzer Zeit anfallen.

Klimafolgenanpassung findet deshalb an vielen verschiedenen Stellen statt. Begrünte Dächer und Fassaden können beispielsweise dabei helfen, Gebäude zu kühlen und Regenwasser zurückzuhalten. Bäume und schattige Aufenthaltsbereiche bieten Schutz vor Hitze, während entsiegelte Flächen dafür sorgen können, dass Regenwasser besser versickert.

Klimafolgenanpassung ist damit eine gemeinsame Aufgabe von Stadt, Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und weiteren Akteurinnen und Akteuren. Jede und jeder kann dazu beitragen, unsere Stadt widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels zu machen.

Förderung

Die Erstellung des Klimafolgenanpassungskonzeptes mit dem Titel „ANK-DAS-A1: Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz für die Stadt Rheda-Wiedenbrück“ wird im Rahmen der Förderrichtlinie „Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels“ (DAS); Förderschwerpunkt A.1 „Erstellung eines Konzepts zur nachhaltigen Klimaanpassung und für Natürlichen Klimaschutz“ durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Die Projektlaufzeit startet am 01.10.2026 und endet am 30.09.2028. Förderkennzeichen: 67DAAN2461.


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