Aktuelles in Rheda-Wiedenbrück

Coronavirus-aktuell

Nachfolgend finden Sie die aktuellsten Entwicklungen rund um den Coronavirus.

Zu grundlegenden Fragen schauen sie hier:

Aktuell sind im Kreis Gütersloh (Stand: 30. März, 12.00 Uhr) insgesamt 373 laborbestätigte Coronainfektionen zu verzeichnen, 49 davon in Rheda-Wiedenbrück. Die gute Nachricht: Der Kreis meldet, dass von den Infizierten inzwischen 115 genesen sind. Leider ist auch ein an Corona Erkrankter an seinen Vorerkrankungen verstorben.

„Die aktuellen Zahlen zeigen, dass es weiterhin zu Neuinfektionen kommt. Die Zahlen geben noch keinen Anlass zur Entwarnung“, stellen Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch und Gesundheitsamtsleiterin Dr. Anne Bunte fest.

Neue Unterstützungsangebote

Außer dem Corona-Sorgentelefons unter 05242 963 242 können Sie nun auch auf die Datenbank "das nez - rheda-wiedenbrück hilft" zugreifen. Dort können Sie Unterstützung anbieten oder suchen. Jugendamt und Caritasverband bieten gemeinsam Tipps für Familien, um die ungewohnte Quarantänezeit gut zu bewältigen.

Kleine und mittlere Unternehmen in existentieller Notlage sollen Unterstützung von Bund und Land bekommen.

Das Unternehmen Tönnies hat am 27. März einen Corona Hilfsfonds ins Leben gerufen und zum Start mit 500.000 Euro ausgestattet. Der Fonds soll durch die Pandemie in Not geratenen zugute kommen.

Corona-Schutzverordnung

Das Land Nordrhein-Westfalen hat in Abstimmung mit Bund und Ländern eine neue Schutzverordnung (CoronaSchVO) erlassen, die die bisherigen Schutzmaßnahmen verschärfen.

Das "Kontaktverbot" untersagt Zusammenkünfte und Ansammlungen in der Öffentlichkeit von mehr als zwei Personen (Ausgenommen direkte Verwandte, Lebenspartner, in häuslicher Gemeinschaft lebende Personen, die Begleitung minderjähriger und unterstützungsbedürftiger Personen, zwingend notwendige Zusammenkünfte aus geschäftlichen, beruflichen und dienstlichen sowie aus prüfungs- und betreuungsrelevanten Gründen  und bei der bestimmungsgemäßen Verwendung zulässiger Einrichtungen unvermeidlicher Ansammlungen (insbesondere bei der Nutzung des ÖPNV).)

Stationäre Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen dürfen nur noch bei zwingenden Gründen betreten werden.

Die Regelungen für Handel und Handwerk werden weiter ausgeführt. Sie haben Vorsorge zu treffen, das alle hygienischen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden. Unter anderem der Betrieb von Tätowierstuben, Massage- oder Friseursalons ist nun auch untersagt.

Der Betrieb von Restaurants  und anderen gastronomischen Einrichtungen ist untersagt. Die Belieferung mit Speisen und Getränken sowie der Außer-Haus-Verkauf ist zulässig, wenn die zum Schutz vor Infektionen erforderlichen Abstände eingehalten werden.

Das allgemeine Verbot aller Veranstaltungen bleibt bestehen!

Die ausführliche Darstellung finden Sie beim Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales oder direkt im Gesetzestext:

Land und Bund wollen kleine und mittlere Unternehmen unterstützen

Land und Bund wollen auch kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, die durch die Pandemie in ihrer Existenz gefährdet sind. Die Absprachen zu den entsprechenden Regularien laufen. Mehr hier:

Wochenmärkte

Die Wochenmärkte in Rheda und in Wiedenbrück finden weiter statt. Voraussetzung ist, dass ausreichend Platz für die Besucher und Kunden frei gehalten werden muss. Um die Abstandsregelungen umsetzen zu können, wurden die Marktstände an andere Stellen versetzt. Die neue Organisation betrifft beide Wochenmärkte, in Rheda und in Wiedenbrück.

Notfallbetreuung erweitert

Das Land Nordrhein-Westfalen hat eine neue Regelung bezüglich der Notfallbetreuung von Kindern von Schlüsselpersonen getroffen. Danach kann ab Montag, 23. März, jede Person, die in kritischer Infrastruktur tätig ist, und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann, unabhängig von der familiären Situation einen Anspruch auf die Betreuung ihrer Kinder.

Ausreichend ist, wenn von einem Elternteil eine entsprechende Bescheinigung vorgelegt wird. Alleinerziehende, die in kritischer Infrastruktur tätig sind, brauchen neben der Arbeitgeberbescheinigung keine weiteren Nachweise zu erbringen.

Ab diesem Montag steht die Notfallbetreuung bei Bedarf auch an allen Tagen der Woche und in den Osterferien zur Verfügung. Die einzigen Ausnahmen sind die Feiertage von Karfreitag bis Ostermontag.

Mit der Neuregelung wird die Anzahl der zu betreuenden Kinder in den Kindertageseinrichtungen in Rheda-Wiedenbrück voraussichtlich ansteigen. Die Stadtverwaltung hat zur unmittelbaren Umsetzung an die neue Landesregelung die notwendigen Schritte gemeinsam mit den Kita-Trägern veranlasst.

Weiteres hier:

Odrnungsdienst ausgeweitet

Wir sind für Sie im Einsatz! Der Außendienst der Ordnungsbehörde wurde schon ab diesem Wochenende durch Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen des Rathauses gestärkt und unterstützt.

Die Mitarbeiter der Stadt sind tagsüber und in den Abendstunden in Kontrollgängen. Das klare Ziel der Maßnahmen ist, dass den aktuell notwendigen Vorgaben (z.B. geschlossene Spiel- und Bolzplätze, geschlossenen Geschäfte, Abstandsvorkehrungen in den Lebensmittelmärkten) in Rheda-Wiedenbrück zur Eindämmung des Infektionsrisikos Folge geleistet wird. Die ordnungsbehördlichen Allgemeinverfügungen der Stadt Rheda-Wiedenbrück geben die einzuhaltenden Auflagen vor.

Alle Mitarbeitenden des Außendienstes tragen durch ihren Einsatz dazu bei, die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. So können die Bürgerinnen und Bürger vor einer Ansteckung geschützt werden.

Die Berichte der letzten Tage zeigen insgesamt ein gutes Bild im Stadtgebiet: Die Mitarbeiter im Außendienst haben sowohl die Märkte als auch weitere zentrale Plätze in der Stadt und die Spiel- und Bolzplätze kontrolliert. Bei den Kontrollrunden wurden nur vereinzelt Auffälligkeiten festgestellt.

„Die Rheda-Wiedenbrücker erkennen den Ernst der Lage. Sie setzen unsere städtischen Maßnahmen vorbildlich um. Wir mussten vereinzelt unseren Gewerbetrieben Hinweise zur konkreten Umsetzung unserer Vorgaben geben. Häufig geht es immer noch um das Einhalten der Abstände. Wir fassen auf jeden Fall deutlich nach, wenn erforderlich“, sagt Bürgermeister Theo Mettenborg.

Sorgen der Bürgerinnen und Bürger

Über das Wochenende hat Bürgermeister Theo Mettenborg wahrgenommen, dass vereinzelt Bürgerinnen und Bürger Sorgen haben, z. B. ihre lebensnotwendigen Einkäufe nicht mehr selbst erledigen zu können. „Wir lassen niemanden im Stich. Nutzen Sie bitte immer auch unser Corona-Sorgentelefon“, bekräftigt der Bürgermeister. „Alle weiteren Anregungen und Sorgen, die an die Stadt herangetragen werden z.B. etwa „zeitliche Einkaufskorridore für Ältere“ wie es in einigen Städten umgesetzt wird, werden aufgegriffen und bewertet. Wir melden uns immer zurück.“

Für alle Fragen und Sorgen bezüglich der Coronapandemie stehen montags bis freitags (9 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr) die Mitarbeiter des Corona-Sorgentelefons unter 05242 963 242 zur Verfügung.

Aktuelle Entwicklungen: Bund und Länder planen weitergehende Maßnahmen

Die Ministerpräsidentenkonferenz hält eine weitere Beschränkung sozialer Kontakte für erforderlich. Anbei ein Auszug aus dem Protokoll der MPK.

Elternbeiträge für Kita und Kindertagespflege werden ab April ausgesetzt

Aufgrund der landesweiten Schließung der Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen seit dem 16. März wird die Stadt Rheda-Wiedenbrück im April auf die Elternbeiträge für die Betreuung in den Kitas und bei den Tagesmüttern verzichten. Auf diese kreisweit einheitliche Vorgehensweise hatte sich die Verwaltung bereits am Mittwoch mit den Jugendamtsdezernenten der Städte Gütersloh und Verl sowie des Kreises verständigt, weil eine landesweite Beitragsregelung durch das Familienministerium aktuell nicht zu erwarten ist. Das gleiche gilt für die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule.

Bürgermeister Theo Mettenborg hat sich zu der Frage der Elternbeiträge mit den Fraktionsvorsitzenden im Stadtrat abgestimmt. Die politischen Mandatsträger sind sich einig, aufgrund der aktuellen Lage die Elternbeiträge ab dem 1. April auszusetzen. Dieses Vorgehen wurde zuvor mit den Kommunen im Kreis, die über ein eigenes Jugendamt verfügen, und der Kreisverwaltung abgestimmt. Dem Stadtrat wird vorgeschlagen hierzu die entsprechende Entscheidung zu treffen.

„Mit den Schließungen der Schulen und Kitas und den weiteren Maßnahmen der Stadt gehen enorme Einschränkungen für jeden Einzelnen einher. Mit dem Aussetzen der Elternbeiträge möchten wir, den Eltern im Stadtgebiet eine finanzielle Entlastung ermöglichen“, sagt Bürgermeister Theo Mettenborg.

Für die Stadt betragen die Einnahmen durch Elternbeiträge rund 225.000 Euro pro Monat. Davon sind 161.000 Euro Beiträge aus den Kindertagesstätten, 24.000 Euro ergeben sich aus den Kindertagespflegeelternbeiträgen und 40.000 Euro durch die OGGS-Elternbeiträge.

 

Aktuelle Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirusinfektion:

• Unser Rettungsdienst ist bis auf weiteres jetzt auf drei Standorte aufgeteilt. Wir sichern diesen so wichtigen Arbeitsbereich und reduzieren den sozialen Kontakt. Bürgermeister Theo Mettenborg: „Mein Dank an unsere Kolleginnen und Kollegen für die Idee und die Unterstützung.“

• Das Team unserer Kläranlage ist in einen 3-Schicht-Betrieb umgestellt. Die drei Schichten wechseln sich gegenseitig ab und halten so den Betrieb aufrecht.

• Unser Corona-Sorgentelefon (05242 963 242) ist für Ihre Fragen und Sorgen, montags bis freitags (9 bis 12 Uhr, 14 bis 17 Uhr), erreichbar. Gemeinsam mit dem Caritasverband haben wir das Corona-Sorgentelefon eingerichtet. Bei persönlichen Sorgen rundum die Pandemie melden Sie sich.

• Unsere Spiel- und Bolzplätze im Stadtgebiet sind alle bis auf weiteres geschlossen: Bitte halten Sie sich an unsere Vorgaben und vermeiden größere Menschenansammlungen auf all unseren Plätzen im Stadtgebiet.

Zudem hat Bürgermeister Theo Mettenborg heute ein Schreiben an alle Schülerinnen und Schüler verfasst und den Schulleitungen mit der Bitte um Weiterleitung zugesandt. Grund dafür war, dass sich Jugendliche in großen Gruppen im Stadtgebiet treffen.

Die Allgemeinverfügung wurde zwischenzeitlich erneut ergänzt:

Wesentliche Neuerungen sind die Punkte 2.1 „Schließung von Tages- und Nachtpflegeeinrichtungen“ und der Hinweis, dass die Bestuhlung in der Außengastronomie abgebaut werden muss. Mehr hier:


Stadt und Caritasverband bieten telefonisch täglich Rat 

Unter der Telefonnummer 05242 963 242 erreichen die Bürgerinnen und Bürger kompetente Berater, die sich den Sorgen und Ängsten in Bezug auf die Coronaviruspandemie annehmen.

„Unsere Idee als Caritas ist es, in einer Krise zusammenzustehen. Aktuell gilt es Sozialkontakte weitestgehend zu reduzieren, da können unsere Beraterinnen und Berater auf telefonischem Weg Hilfestellungen leisten“, berichtet Volker Brüggenjürgen, Caritasvorstand.

Das Sorgentelefon bietet  eine professionelle, psychosoziale Fachberatung und Informationen zum Coronavirus. „Wir können exzellent zuhören“, sagt Volker Brüggenjürgen, „denn darin sind unsere Berater geschult. Damit kennen wir uns aus.“

Über die Hotline werden öffentliche, aktuelle Informationen zum Virus weitergegeben. Wenn die Fragestellungen das Wissen der Caritas-Mitarbeiter übersteigen, wird an die Stellen verwiesen, die die Informationen bereitstellen können.

In der Zeit von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr können Anrufe entgegengenommen werden.


Rathaus und die Nebenstellen für den Publikumsverkehr geschlossen

Als Maßnahme zur Eindämmung der Verbreitung des Corona-Virus sind das Rathaus und die Nebenstellen seit dem 18.03.2020 und bis auf Weiteres für den Publikumsverkehr geschlossen. Den Bürgerinnen und Bürgern wird nur in dringenden Fällen und nach vorheriger Terminabsprache ein Zutritt ermöglicht. Bitte mailen Sie uns oder vereinbaren Sie telefonisch einen Termin unter 05242 / 963 0 ,  05242 / 963 395, 05242 / 963 271 oder 05242 / 963 274.

Das hierfür infrage kommende Aufgabenspektrum der Stadtverwaltung wird vorläufig auf folgende Bereiche und Dienstleistungen beschränkt:

Bürgerbüro

-       Dringend notwendige Ausstellung vorläufiger Dokumente (z.B. Personalausweis, Reisepass falls abgelaufen oder in Kürze ablaufend)

Standesamt

-       Meldung von Sterbefällen

Soziales

-       Gutscheinausgabe im Asylbereich

-       Neu- und Folgeanträge für Leistungen nach dem SGB XII

-       Neu- und Folgeanträge für Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UhVorschG bzw. „UVG“)


Die Angaben zum Coronavirus werden entsprechend den jeweiligen Entwicklungen täglich aktualisiert.  Eine Gewähr für die Richtigkeit aller Angaben kann nicht übernommen werden.