Ausstellungen
immer wechselnd

Orangerie am Schloss, Werkstatt Bleichhäuschen oder Galerie im Rathaus - die Möglichkeiten für Künstler, ihre Werke zu präsentieren sind vielfältig. Dazu kommen noch außergewöhnliche Ausstellungen im Museum Wiedenbrücker Schule. Schauen Sie gern vorbei!

Werkstatt Bleichhäuschen

Adresse: Steinweg 4

17.5. - 5.7.2020
Barbara Körkemeier: Sie dreht sich

„Die Idee zu dieser Ausstellung kam mir ganz spontan“, erzählt die Malerin Barbara Körkemeier. „Ich habe auf ein Bild geschaut, das ich vor vielen Jahren gemalt habe, und mich gefragt, wie ich das Thema wohl heute umsetzen würde.“ Aus diesem Gedanken ist – gut anderthalb Jahre später - eine ganze Ausstellung entstanden. Unter dem Titel „Sie dreht sich“ zeigt Barbara Körkemeier bis zum 5. Juli 20 Werke in der Werkstatt Bleichhäuschen.

Wer die Arbeiten von Barbara Körkemeier kennt, wird in der Ausstellung vertraute Elemente entdecken. Aus gutem Grund: Nahezu alle Zyklen, an denen die Malerin in den vergangenen Jahren gearbeitet hat, sind auch jetzt im Bleichhäuschen thematisch vertreten. Tiere und Menschen in einer Wohnsituation, Stillleben und immer wieder die Bretagne – natürlich sind die Werke nicht eine Wiedergabe alter Arbeiten, vielmehr werden bekannte Motive neu kombiniert und anders dargestellt. „Das hat etwas mit meiner langen Erfahrung in der Malerei zu tun“, erklärt Barbara Körkemeier. „Vieles gehe ich heute anders an. Um was ich einst gerungen habe, entsteht heute wie von selbst. Ich habe früher akademischer gemalt, heute bin ich viel lockerer, lasse mehr zu.“

Die Ausstellung fühlt sich ein wenig an, wie eine Reise in die Vergangenheit, und das ist durchaus beabsichtigt. In diesem Jahr wird Barbara Körkemeier 75 Jahre alt, ein guter Zeitpunkt das eigene Schaffen Revue passieren zu lassen, auch wenn die Künstlerin schmunzelnd betont, dass es sich nicht um eine typische Retrospektive handle.

„Sie dreht sich“, der Titel der Ausstellung ist bewusst vieldeutig. Und wie die Welt immer in Bewegung ist, so ist es auch die Malerei von Barbara Körkemeier, wenn bekannte Themen anders verarbeitet werden. Neue Wege geht die Künstlerin gern, und so plant sie zurzeit für ihre Ausstellung ein Online-Meeting.

Wegen der Corona-Pandemie kann es leider keine offizielle Eröffnung geben. 

Öffnungszeiten:
Montags bis donnerstags 15-17 Uhr
sonn- und feiertags 14 Uhr-17 Uhr
Die Künstlerin ist an den sonn- und Feiertagen selbst anwesend.


Museum Wiedenbrücker Schule

Adresse: Hoetger Gasse 1

16.2. - 9.8.2020
Jost Kobusch: Von Ostwestfalen zum Mount Everest

„Von Ostwestfalen zum Mount Everest“ – ein Aufstieg in 14 Bildern zeigt das Leben und die Gedanken des  27 jährigen Solobergsteigers Jost Kobusch aus Borgholzhausen.

Seine Entwicklung und der Entschluss Profibergsteiger zu werden, seine Gedanken alleine in 5000 Metern Höhe, die Ängste und die Ziele werden dem Betrachter und der Betrachterin hautnah vermittelt. 14 beeindruckende Fotos seiner vergangenen Expeditionen bis zur aktuellen Winterexpedition zum Mount Everest finden sich in der Ausstellung.
Er setzt sich große Ziele, die er alleine und in einer eigenen Manier erreichen will. Zur Zeit ist er im Winter am Mount Everest und möchten den höchsten Berg der Welt alleine besteigen.
Als Solobergsteiger verfolgt er einen minimalistischen Ansatz. Seine Ziele fokussiert er außerhalb des Massentourismus und einer Vollkasko-Mentalität an. Sein Weg ist, sich ehrgeizige Ziele zu setzen und diese ressourcen- und umweltschonend zu erreichen. Jost wendet sich so bewusst vom heutigen Zeitalter des Massentourismus ab und verschreibt sich dem ‚Aufbruch ins Unbekannte’ – Winterbegehungen, neue Routen und unbestiegene Gipfel. All das macht seinen Stil aus.
Im Oktober 2017 gelang Jost die Erstbesteigung des 7296 Meter hohen Nangpai Gosum II. Bis zu seiner Solobegehung galt dieser als der vierthöchste unbestiegene Berg der Erde. Für diese Leistung wurde Jost 2018 bereits mit 25 Jahren für den Piolet d’Or gelistet. Die bedeutendste Auszeichnung für außergewöhnliche Leistungen im extremen Bergsport.
Wenn er nicht in den Bergen unterwegs ist, arbeitet er als Speaker und Buchautor und entwickelt für seinen Sponsor Black Yak Ausrüstung für extreme Bedingungen.
Es werden 14 großformatige Fotos von Expeditionen, Audiodokumente und Ausrüstung in der Ausstellung zu sehen sein.

Öffnungszeiten:
Mittwochs 15-18 Uhr
Donnerstags, samstags und sonntag 15-17 Uhr 

Am 27. März, um 20 Uhr, wäre Jost Kobusch auf Einladung des Jugendkulturrings zu einer Lesung aus seinem Buch „Ich oben alleine“ zu Gast im Museum gewesen. Aufgrund der aktuellen Situation ist die Lesung auf den 10. November 2020 verschoben worden, und da die Nachfrage so groß war, findet die Lesung in der Stadthalle Rheda-Wiedenbrück statt. Somit gibt es wieder Tickets für diesen Abend! Bereits gekaufte Tickets (für den 27.3.2020) behalten natürlich ihre Gültigkeit.